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    <trips id="43" created="2009-09-08 09:21:11" creator_id="258" creator_name="marcopolo" creator_status="100" default_for_user_id="" description="Sie ist eine der ganz großen Bahnreisen dieser Welt, die 6309 km lange Fahrt von Halifax nach Vancouver. Eine Reise quer durch den nordamerikanischen Kontinent, durch unendliche Prärien, weite Seenplatten und über zackige Bergketten. 5 Tage beträgt die reine Fahrzeit - mit einigen Stopps können es leicht 14 Tage werden. Die besten Reisezeiten sind Sommer und Herbst, doch selbst im Winter ist die Tour ein großartiges Erlebnis.

Mit nur 80 km/h Durchschnittstempo - etwas schneller im Osten, etwas langsamer im Westen - ruckelt schon seit 1885 die Canadian Pacific Railway (heute VIA-Rail) vom Atlantik zum Pazifik. Schuld daran sind die zum Teil noch originalen Schienenstränge. Doch so wird die Fahrt zum gemächlichen Natur- und Reiseerlebnis, und Sie können die immense Größe und Vielfalt Kanadas erfahren. Zudem bleibt Zeit, die Mitreisenden kennen zu lernen: Menschen aus aller Welt, seien es Geschäftsleute mit Flugangst aus Toronto oder Angler aus Saskatchewan. Derweilen zieht draußen Kanada vorüber - verschlafene Prärieorte, große Ranches, Autofriedhöfe und Getreidesilos. Die nachhaltigsten Eindrücke aber liefert die urgewaltige Natur: Hügel und breite Flusstäler im Osten, Wälder und Seen in Ontario, goldene Felder in den Prärien - und schließlich die wildromantische Bergwelt des Westens.

Die kanadische Bahngesellschaft VIA-Rail ist für die Langstreckentour gut gerüstet: Die Züge haben Schlafwagen und Liegewagen mit Dusche, Panoramawagen mit Glaskuppel, eine Bar und ein recht gutes Restaurant ganz im nostalgischen Stil der frühen Bahntage, wo stilvoll auf Porzellan serviert wird.

Startpunkt ist Halifax am Atlantik. Farmen, Wiesen und Wälder säumen den Weg durch New Brunswick und Québec bis Montréal - Umsteigen und Zeit für ein bis zwei Besichtigungstage. Von hier fahren Sie mit den modernen Corridor-Zügen weiter durch den dicht besiedelten Süden Ontarios nach Toronto. Auch hier sollten Sie sich einen Aufenthalt gönnen, denn ab jetzt muss nicht mehr umgestiegen werden - die 4424 km bis Vancouver bleibt es derselbe Zug, derselbe Wagon und dasselbe Schlafabteil. Einen Tag und eine Nacht Fahrt durch die Wälder und felsumrahmten Seenplatten Ontarios, danach 20 Stunden, in denen brettebene Prärie vor dem Abteilfenster vorbeizieht. Am späten Nachmittag des letzten Tags dann die Fahrt durch die Rocky Mountains, vorüber am Eisgipfel des 3954 m hohen Mount Robson und durch die Nacht bis zur Pazifikküste.

60 Stunden dauert die Non-Stop-Strecke von Toronto nach Vancouver, doch ein- oder zweimal sollten Sie auch hier aussteigen: auf jeden Fall in Jasper für einige Tage Aufenthalt in den Rockies, vielleicht aber auch zu einem Lodge-Urlaub im Norden Ontarios oder zu einem Besuch in Präriestädten wie Saskatoon oder Winnipeg, in die man sonst kaum kommen würde. Und wer noch mehr Zug fahren möchte, der kann von Winnipeg aus eine Exkursion in den einsamen Norden einlegen: 1700 km Fahrt (einfach!) bis nach Churchill am Ufer der eisigen Hudson Bay." marked_deleted="0" modified="2009-09-08 09:21:11.742283" modifier_id="258" privacy="1" static_map_url="http://maps.google.com/staticmap?hl=en&amp;maptype=roadmap&amp;format=png&amp;markers=44.651986,-63.596849,reda%7C51.727028,-87.187500,redb%7C46.304320,-66.366827,redc%7C49.724479,-73.037109,redd%7C45.516779,-73.649179,rede%7C43.700114,-79.416304,redf%7C52.878662,-118.081226,redg%7C52.116786,-106.634522,redh%7C49.884399,-97.147045,redi%7C58.725407,-94.116824,redj%7C49.249657,-123.119340,redk&amp;key=ABCDABCD&amp;size=123123123x123123123&amp;path=rgb:0x0000ff,weight:5|44.651986,-63.596849|51.727028,-87.187500|46.304320,-66.366827|49.724479,-73.037109|45.516779,-73.649179|43.700114,-79.416304|52.878662,-118.081226|52.116786,-106.634522|49.884399,-97.147045|58.725407,-94.116824|49.249657,-123.119340" status="0" sum_locations="11" sum_votes="1" title="Von Küste zu Küste: per Bahn durch Kanada" triplocation_id="467" />
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»Wal, Wal - da bläst er!« Der Ruf von Kapitän Gilles bringt auch die letzten Passagiere aus der Kabine des Sightseeingschiffs heraus an die Reling - und an die kalte Brise, die von der Mündung des Saguenay her über den Strom streicht. Tatsächlich, etwa 300 m vom Schiff entfernt tauchen die massigen Rücken von zwei Blauwalen mit lautem Prusten aus den dunklen Fluten des St. Lawrence empor.

Blauwale sind mit bis zu 30 m Länge und 140 t Gewicht die größten, aber auch die seltensten Wale im St. Lawrence. Weit häufiger - und im Sommer fast ständig zu beobachten - sind Gruppen von bis zu 20 m langen, atlantischen Buckel- und Finnwalen sowie Belugas, jene schneeweißen arktischen Kleinwale, von denen mehrere Hundert das ganze Jahr über im Strom leben. Alle übrigen Walarten ziehen nur zwischen Juni und September vom Nordatlantik her in den St. Lawrence, um an der Mündung des Saguenay-Fjords das reiche Nahrungsangebot an Krill und kleineren Fischen zu nutzen.

Die besten Beobachtungspunkte liegen am Nordufer des St. Lawrence: An der Pointe-Noire bei Baie Ste-Cathérine, um die Mündung des Saguenay und am Cap-de-Bon-Désir bei Grandes Bergeronnes können Sie die Tiere oft bereits von Land aus sehen. Infozentren mit Ausstellungen erläutern in Baie Ste-Cathérine und in Tadoussac die Lebensweise der Wale und ihre Wanderungen. Von diesen Orten aus starten auch die halbtägigen Bootstouren zur Walbeobachtung, etwa mit Croisières AML (Tel. 800/563-46 43) oder mit Croisières Dufour (Tel. 418/235-44 21).

Den Besuch bei den Walen können Sie gut als Kurztour von Québec City aus oder als Teil einer längeren Rundfahrt durch Ostkanada planen. Von der Stadt am Cap Diamant aus geht es erst entlang der Côte de Beaupré nach Nordosten auf der route 360/138. Von Baie-St-Paul, einem netten Künstlerort mit zahlreichen Galerien, empfiehlt sich ein Abstecher zum Wandern ins bergige Binnenland: zum Parc des Grand-Jardins.

Bei der Weiterfahrt nach Norden klettert die route 362 über die Hügel am rauen Nordufer des St. Lawrence zu herrlichen Aussichtspunkten über den Strom. Schön als Abwechslung: ein Bootsausflug zur »Haselnussinsel«, der Île aux Coudres, mit ihren verträumten Dörfern und alten Windmühlen. Ab La Malbaie beginnt das Revier der Wale, die von hier nordwärts oft schon vom Ufer aus zu beobachten sind - noch besser und mit wissenschaftlicher Erläuterung aber auf einer der Bootstouren von Tadoussac aus um die Mündung des Saguenay.

Von Tadoussac folgt die route 138 dem immer breiter werdenden Flussufer über Baie-Comeau nach Nordosten bis zum Mingan-Archipel, wo auch häufig noch Wale gesichtet werden können. Entlang des Wegs wird es einsam. Nur selten noch ein Fischerort oder ein Industriehafen. Stundenlang stille Weiten, Wälder und felsige Ufer am Strom. Stopps sollten Sie einlegen beim Indianerreservat von Papinachois (Führungen), am Leuchtturm von Pointe-des-Monts mit schönem Blockhütten-Inn (Tel. 418/939-23 32, www.pointe-des-monts.com, €) und in der Erzhafenstadt Sept-Îles, wo das von Indianern geführte Museum Shaputuan die Kultur des Innu-Volks zeigt.

Je nach Zeit können Sie von Tadoussac in einer Tagesfahrt nach Québec City zurückkehren oder bis zum Mingan-Archipel fahren und auf der Rückreise z. B. von Baie-Comeau aus per Fähre zum Südufer des St. Lawrence übersetzen, um zur reizvollen Gaspé-Halbinsel zu gelangen." marked_deleted="0" modified="2009-09-08 09:21:34.19935" modifier_id="258" privacy="1" static_map_url="http://maps.google.com/staticmap?hl=en&amp;maptype=roadmap&amp;format=png&amp;markers=46.812044,-71.215782,reda%7C47.417564,-71.320907,redb%7C47.441213,-70.505376,redc%7C47.652438,-70.140839,redd%7C48.150005,-69.716672,rede%7C49.007249,-68.634338,redf%7C49.216792,-68.148940,redg&amp;key=ABCDABCD&amp;size=123123123x123123123&amp;path=rgb:0x0000ff,weight:5|46.812044,-71.215782|47.417564,-71.320907|47.441213,-70.505376|47.652438,-70.140839|48.150005,-69.716672|49.007249,-68.634338|49.216792,-68.148940" status="0" sum_locations="7" sum_votes="0" title="Den St. Lawrence entlang zu den Walen" triplocation_id="467" />
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