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    <trips id="10632" created="2009-10-09 12:02:25" creator_id="258" creator_name="marcopolo" creator_status="100" default_for_user_id="" description="Rucksacktouristen leben günstig in Südafrika und fahren mit dem Baz Bus (Tel. 02 14 39 23 23, Fax 02 14 39 23 43, www.bazbus.com). Auf der Strecke von Johannesburg nach Kapstadt oder umgekehrt können Sie beliebig oft aus- und zusteigen (einfache Strecke 1800 Rand, Rückfahrkarte 3200 Rand).

Vor dem Abflug in Deutschland sollten Sie Ihr erstes Backpacker-Hotel buchen. In Johannesburg ist das Shoestrings African Lodge besonders zu empfehlen. Der Besitzer Rob holt seine Gäste kostenlos vom Flughafen ab (Tel. 01 19 75 04 74, www.shoestringsafrica.com, €). Im Hotel liegt die Bibel für Rucksackreisende aus: »Coast to Coast«, die die schönsten Pensionen für Backpacker auflistet.

Der Bus holt Fahrgäste an vielen Backpacker-Hotels ab, Sie sollten einen Tag im Voraus buchen. Die Reise geht über Swaziland oder die Drakensberge bis Durban. In Swaziland übernachten Sie gut im Swaziland Backpackers (Manzini, Tel. 09268/581 72 25, swazilandbackpackers@realnet.co.sz). In Durban muss übernachtet werden, z. B. im Banana Backpackers, (61 Pine St., Tel. 03 13 68 40 62, aroutes@iafrica.com, €). Für einen Aufpreis bietet der Baz in Durban, Port Elizabeth und Kapstadt eine Stadtrundfahrt an. Auf der Strecke zwischen Durban und Port Elizabeth liegen drei der schönsten Pensionen Südafrikas für Rucksacktouristen: The Coffee Shack direkt am Strand in dem einsam gelegenen Küstenort Coffee Bay On the Beach, (Tel. 04 75 75 20 48, coffeeshack@wildcoast.co.za, €); das Buccaneers Backpackers in Cintsa mit herrlichem Blick über die Strände des Indischen Ozeans (Tel. 04 37 34 30 12, cintsabp@iafrica.com, €); das Away with the Fairies in Hogsback. Hier fühlt man sich ein bisschen verzaubert in einem riesigen Garten (Bag End, Hydrangea Lane, Tel. 04 59 62 10 31,hogsback1@iafrica.com, €).

In Port Elizabeth muss wieder übernachtet werden, da der Busfahrer hier pausiert. Ihr nächster Stopp danach sollte Jeffrey's Bay sein - ein Muss.

Auf der Weiterfahrt nach Kapstadt ist die Übernachtung im Stanley Island Backpackers in Plettenberg Bay sehr zu empfehlen (Tel. 04 45 35 94 42, bhbecke@global.co.za, €). 
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    <trips id="9911" created="2009-10-07 12:45:08" creator_id="258" creator_name="marcopolo" creator_status="100" default_for_user_id="" description="Mit dem Desert Express von Windhoek oder mit dem Rovos Rail von Südafrika nach Swakopmund. Und mit dem Shongololo kreuz und quer durch Namibia.

Der Desert Express, www.desertexpress.com.na (etwa 250 Euro, für ca. 60 Euro kommt Ihr Fahrzeug mit), startet nachmittags im ehrwürdigen, restaurierten deutschen Bahnhof von Windhoek. Zwischen den Giebeln und Erkern des wilhelminischen Baus nimmt sich das hochmoderne, metallene Ungetüm noch etwas absonderlich aus, erst innen entfaltet der Desert Express seinen Charme: dezente Eleganz im privaten Abteil, höchster Komfort mit eigener Dusche und WC. Langsam setzt sich der Zug in Bewegung, durchquert die Industrievororte von Windhoek und gleitet dann in einem Bogen durch das Khomas-Hochland allmählich bergab auf die Namib-Wüste zu. Aufgescheuchte Paviane flüchten schnatternd vor dem Stahlross, die Landschaft wird karger, und noch bevor sich überhaupt Ruhe einstellen kann, winkt schon der erste Halt: Löwenfütterung in der Okapuka Ranch.

Am Bahndamm erwarten Landrover die Gäste und fahren sie durch die Halbwüste hinüber zur Farm, die ein Österreicher zu seiner neuen Heimat gemacht hat, um hier Löwen zu halten. Das Gelände ist eingezäunt und elektrisch gesichert, der Beobachtungsstand zusätzlich mit einer massiven Mauer geschützt. Durch die darin eingelassenen Sehschlitze können Sie beobachten, wie die sonst so trägen Tiere erstaunliche Gewaltbereitschaft entwickeln, wenn es ums Futter geht. Sobald die Fleischbrocken im Areal gelandet sind, kommen die Löwen mit mächtigen Sprüngen der schützenden Barriere so nahe, dass man unwillkürlich zurückschreckt. Zu Recht - denn die Katzen greifen immer wieder Richtung Fotoapparate an. Doch keine Angst - zurücklehnen schafft die nötige Distanz zwischen Tod und Leben. Die Show endet bei Kaffee und Kuchen, mit Blick auf die Bergkette des Otjihavera-Massivs. Anschließend geht es zum Zug zurück und weiter Richtung Westen. Am Abend wartet ein dreigängiges Menü im Speisewagen. Weine Südafrikas finden sich auf der Karte, und während das letzte Licht der Sonne von der Namib verschluckt wird, ruckelt der Zug in die Dunkelheit. Zum Drink gehts in die Bar oder - noch schöner - in den Starview Wagon. Dort versinken Sie in tiefen Ledersesseln, bis plötzlich wie von Zauberhand Jalousien das verglaste Wagendach öffnen und den Blick auf den Himmel freigeben. Zeit zum Träumen.

Trotz bequemer Betten ist der Schlaf recht unruhig, so lange der Desert Express über die Gleise rollt. Aber bald wird die Maschine gestoppt, Lokführer und Gäste bekommen eine verdiente Ruhepause, bevor es am frühen Morgen nach einem starken Kaffee wieder auf Exkursion geht. Inzwischen ist der Zug unbemerkt tief in die Namib-Wüste vorgedrungen. Flache Landschaft erstreckt sich links und rechts der Bahngleise, kein Lebewesen, kaum eine Pflanze belebt die Einöde. Nach knapp einer halben Stunde Fahrt ist das Rivier des Swakop erreicht. Hier warten die Jeeps, und Sie fahren zum Moon Valley, einem schwarzen, wild zerklüfteten Tal voller Schluchten und Krater, das tatsächlich an eine Mondlandschaft erinnert. Pünktlich blinzelt die Sonne über den Horizont und belebt die schwarzen Schatten mit einem erstaunlichen Farbspiel von Dunkellila bis Rosé, während ein Führer Wissenswertes über das Leben in der Wüste berichtet. Danach geht es zu einem leichten Imbiss zur Oase Goanikontes. Tamarisken beugen ihre Zweige über plätscherndes Wasser, Nama-Kinder treiben die mageren Ziegen über das harte Gras und wundersame Felsformationen verzaubern die Phantasie.

Zurück im Desert Express, serviert das vorzüglich geschulte und ausnehmend zuvorkommende Personal das Frühstück, so wie es die Namibier lieben: Boerwors, Speck, Eier zum Sattwerden. Draußen düsen Strauße über den harten Wüstenboden und ziehen kleine Staubfahnen hinter sich her; dann kommen die ersten zarten Dünen und schließlich die großen Sandberge, die Swakopmund als ewige Mahnung an die nahe Wüste umringen, in Sicht. Im Jugendstiljuwel am Atlantik ist um 10 Uhr morgens Endstation.

Doch steht nicht allein der Desert Express zur Erkundung Namibias auf Schienen zur Verfügung, zwei weitere Züge rattern durchs Land, so weit die Schienen reichen. Fünf Tage ist der Rovos Rail, www.rovos.com (etwa 3500 Euro), unterwegs, doch legt man in ihm ja auch eine Reise von Tshwane, dem früheren Pretoria, bis an die namibische Küste zurück. Zeit, das Leben an Bord im Stil der golden roaring twenties zu genießen. Die Rovos Rails sind sorgfältig renovierte Originale der ersten Züge, die im südlichen Afrika verkehrten. Entsprechend dem Zeitgeist zu Beginn des 20. Jhs. sind die Compartements, der Speise- und der Barwagen Luxusoasen, mit richtigen Betten, Bädern, großen Tischen und bequemen Sesseln und Couchs. In dieser Atmosphäre würde man sich nicht wundern, wenn Großwildjäger vom Format eines Ernest Hemingway plötzlich an der Bar säßen.

Bleibt noch über das Enfant terrible namibischer Choo-Choos zu berichten, den Shongololo (Ki-Swahili: Tausendfüßler), www.shongololo.com (ab 1589 Euro). Hier geht es oft ziemlich chaotisch zu und immer laut. Aber bei keiner anderen Zugreise sieht man so viel vom Land, das vom südafrikanischen Cape Town (Kapstadt) bis in den hohen Norden im Zickzack befahren wird. Und wenn das Zusammensein am Abend ein bisschen eng wird: Die Bar ist ungewöhnlich gut bestückt. Nähere Auskünfte und Buchungen aller drei Züge bei Karawane Reisen, Schorndorfer Straße 149, 71638 Ludwigsburg, Tel. 07141/28 48 30, Fax 28 48 69, www.karawane.de
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