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Auf Schienen von Cuzco nach Puno

erstellt von tripwolf-partner am 2012-01-11

Auf Schienen von Cuzco nach Puno

Ein kräftiges Klingeln ist um 8 Uhr morgens das Signal für den Lokführer, den Zug zu starten. Langsam setzt der sich in Bewegung, verlässt das Tal von Cuzco und heftet sich bald an den Lauf des Río Huatanay. Weiden und Eukalyptusbäume schmücken die Ufer, und im klaren Morgenlicht glitzern silbergrün die Felder dahinter. Während sich der Zug durch Täler windet, zieht der Duft von Kaffee durchs Abteil und weckt die Lebensgeister der aus aller Welt zusammengewürfelten Passagiere. Die ersten tauschen Erfahrungen aus, Pläne und Handbücher werden studiert, der Eintritt des Zugs in neue Landschaften kommentiert: »Das muss jetzt der Río Vilcanota sein...«

Rumicolca, Andahuaylillas mit der Silhouette seiner berühmten Kolonialkirche, das Ausflugsziel Urcos am Lago Urco und die beiden Dörfer Cusipata und Checacupe: die ersten 99 der insgesamt 281 km langen Strecke vergehen wie im Flug, obwohl der Zug sie für europäische Verhältnisse ungewohnt gemütlich absolviert. Kaum spürbar arbeitet er sich hinauf zur Hochebene, dem Altiplano. Schier endlos weitet sich die ockerfarbene Ebene, hier und da getupft von Lamas oder einfachen Lehmhäusern. Kurz vor Raqui sammeln sich die Schaulustigen vor den Fenstern der linken Zugseite, um einen Blick auf den großen Tempel von Viracocha zu erhaschen. Nach dem Mittagessen, rund 80 km hinter Raqui und San Pedro, hält der Zug das erste Mal: in Sicuni, wo ihn bereits Souvenirverkäufer erwarten. Ayamara-Frauen halten gestickte Decken, Westen oder Pullover aus Lama- oder Alpakawolle zu den Fenstern empor.

Wenn der Zug Marangani mit dem Herrenhaus eines Wollbarons erreicht, neigt sich die Sonne allmählich dem Horizont zu. Kurz hinter dem Thermalort Aguas Calientes ist La Raya, der mit 4321 m höchste Punkt der Reise, erreicht. Erstaunlich pünktlich läuft der Zug schließlich um 16.30 Uhr in den Bahnhof von Juliaca ein, früher Umsteigestation für die Weiterfahrt nach Arequipa (die Verbindung wird nicht mehr genutzt). Wer in Juliaca bleiben will und später mit dem Bus nach Arequipa oder weiter nach Puno möchte, findet in der Nähe vom Bahnhof die Hostal Carlos (21 Zi., Plaza de Armas, Tel. 051/32 36 00, Fax 32 21 20, dcarlosjuliaca@terra.com.pe, €). Den anderen bleibt nicht viel Zeit, denn schon nach 15 Minuten fährt der Zug weiter nach Puno, wo er fast pünktlich um 18 Uhr eintrifft.

Natürlich kann man die Tour auch umgekehrt antreten (ab Puno 8, an Cuzco 18 Uhr) - und an einem der nächsten Tage mit einem anderen Zug weiter nach Machu Picchu fahren (hin- und zurück an einem Tag möglich, Preis ab 65,45 US$). Info: Perurail/Orient-Express, Büro in Cuzco: Av. Pachacutec, Tel. 084/23 87 22, Fax 22 21 14, http://www.orient-express.com
  • 1
    Machu Picchu

    41 Stimmen

    Sehenswürdigkeit

    Machu Picchu [ˌmɑtʃu ˈpiktʃu] (Quechua Machu Pikchu, deutsch alter Gipfel) ist eine gut erhaltene...

  • 2
    Region Cusco

    7 Stimmen

    Region

  • 3
    Andahuaylillas

    3 Stimmen

    Stadt

  • 4
    Huaro and Urcos

    0 Stimmen

    Stadt

  • 5
    Raqchi

    0 Stimmen

    Sehenswürdigkeit

  • 6
    Juliaca

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    Stadt

    Juliaca ist eine Stadt im Süden des südamerikanischen Anden-Staates Peru mit 218.485 Einwohnern (...

  • 7
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    16 Stimmen

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  • 8
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Kommentare zu Auf Schienen von Cuzco nach Puno

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