24 Stunden in Wien
Wien ist als Touristendestination im Herzen Europas etabliert, auch wenn es mit Budapest und Prag zwei in vieler Hinsicht verwandte Nachbarstädte hat. Zwischen Prags aufpolierten Fassaden und Budapests charmanter Subkultur-Szene hat sich Wien in der Mitte eingependelt: eine Vielzahl klassischer Touristenattraktionen kombiniert mit unzähligen Initiativen, die der Stadt wichtige kulturelle Impulse für das Alltagsleben geben. Erwähnt seien das Filmfestival Viennale, das ImPuls Tanz-Festival, die Design-Week, die Festwochen, das Kunstfestival "Soho in Ottakring" - jeden Monat hat Wien einen anderen Schwerpunkt und dein Aufenthalt dadurch einen anderen Touch.
Beginne deinen Tag inmitten der faszinierenden Atmosphäre des Wiener Naschmarkts - spaziere durch die schmalen Marktgassen und genieße die Duftschwaden der einzelnen Stände, exotische Gewürz-Kräuter, Fleisch, Fisch, Gemüse und Früchte - und lass dich zum einen oder andren Testhäppchen verführen. Sobald du deinen Hunger nicht mehr bändigen kannst, zweig ab in die Schleifmühlgasse, wo dich eine reiche Auswahl an Frühstück-Optionen empfängt, zum Beispiel der Breakfast Club. Danach nimmst du dir am besten Zeit, um dieses Viertel - genannt Freihausviertel - zu erkunden. Hier findest du eine Reihe Shopping-Überraschungen - Designer-Möbel, 2nd Hand Mode inklusive Promi-Watching, elitären Blumenschmuck, britische Lebensmittel, Kochbuch-Paradies und Gebrauchsgegenstände aus Abfall.
Nach dem kleinen Einkaufs-Einschub geht es weiter zum etwa 300 Meter entfernten Museumsquartier, einem Knotenpunkt des Wiener urbanen Lebens. Hier kommen fast alle kulturellen Geschmäcker auf ihre Kosten, von einzigartigen Museen mit Schwerpunkt moderner Kunst, hin zu Architekturzentrum, Kindermuseum, Tanzquartier und vielem mehr. Falls man hier ein paar Stunden hängen bleibt, meldet sich auch wieder der Magen zu Wort und auch dafür ist das Museumsquartier mit einer Vielzahl an Restaurants bestens gerüstet.
Als nächstes folgt eine klassische Sightseeing-Tour Richtung Stadtzentrum, die die ereignisreiche Wiener Geschichte vor den Augen vorbeiziehen lässt: die kaiserliche Hofburg, die prunkvolle Ringstraße und den Stephansdom, der im Zentrum thront. Am Weg laden die berühmten Wiener Cafés zu kleinen Stopps für klassische Kaffeespezialitäten wie einer "Wiener Melange" ein. Für Leute mit Faible für die 1950er und 1960er Jahre bietet sich das Café Prückel an. Nur einen Katzensprung entfernt liegt das zeitlich verwandte Gartenbaukino, mit Österreichs größter Kino-Leinwand.
Wer sich jetzt schon langsam an die Nachtleben-Planung macht, wird im Porgy & Bess bestens versorgt - mit Live-Musik der Stars der internationalen Jazz-Szene. Falls der Abend zum Verweilen im Freien einlädt, bietet sich ein Besuch der nahegelegenen Strandbar Hermann an, die Besucher mit einer interessanten Fusion-Cuisine lockt. In kalten Winternächten wird einem im Museumsquartier dank zahlreicher Punschstände wieder warm ums Herz. Als Highlight des Abends folgt dann ein Besuch des Flex am Ufer des Donaukanals, seit Jahren ein Fixstern am europäischen Club-Himmel.