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    <trip id="58" created="2009-09-08 09:21:14" creator_id="258" creator_name="marcopolo" creator_status="100" default_for_user_id="" description="»Ach, Arbat, mein Arbat«, sang Bulat Okudschawa über das Viertel zwischen dem Nowyj Arbat und der Pretschistenka und weckte nostalgische Gefühle bei den Moskauern. Im 20. Jh. entwickelte sich der Stadtteil, den zuvor Handwerker und Kaufleute bewohnt hatten, zum Quartier der Künstler, Schriftsteller und Schauspieler.

»Arbat« kommt aus dem Mongolischen und bedeutet »Vorstadt«. Schon seit Ende des 15. Jhs. ist der Arbat urkundlich belegt. Ihn durchquerte der Handelsweg, der von Smolensk kommend direkt auf den Kreml zuläuft. In den Sechzigerjahren zerstörte Chruschtschow den gewachsenen Stadtteil, indem er die weithin sichtbaren, grauen Hochhäuser errichten ließ.

Das Herz des Arbat liegt etwas weiter südlich. Es ist die Fußgängerzone Arbat, die vom Arbat-Platz zum Smolensker-Platz führt. An diesem überragt eines der im stalinistischen Zuckerbäckerstil erbauten Hochhäuser, das Außenministerium, die niedrigen Altbauten. Die Fußgängerzone ist heute eine Touristenmeile, auf der Souvenirhändler ihre Waren anbieten, Porträtmaler, Straßencafés und Antiquitätenläden auf Kundschaft warten.

Jedes Haus hat seine Geschichte. Vom Smolensker-Platz her kommend liegt rechts im Haus Nr. 55 die Wohnung, in der der Symbolist Andrej Belyj 1880 als Boris Bugajew geboren wurde und in der er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Sein berühmtester Roman »Petersburg« entstand 1916. Direkt nebenan (Nr. 53) befindet sich das Puschkin-Wohnhaus (tgl. außer Mo und Di 11-18 Uhr). Im ersten Stock des blauweißen Palais Chitrowo verbrachte Russlands größter Dichter Alexander Puschkin (1799-1837) nach seiner Hochzeit mit der Moskauer Schönheit Natalja Gontschorowa die ersten drei Monate seiner Ehe, bevor das Paar Richtung Petersburg aufbrach. Das Museum vermittelt einen Eindruck von der Lebenswelt in Moskau zu Beginn des 19. Jhs. Jahre später lebte der Komponist Pjotr Tschajkowskij in diesem Haus.

Ein kleiner Abstecher führt von der Fußgängerzone - rechts und dann sofort wieder links - in die Kriwoarbatskij Pereulok. Etwas versteckt zwischen Wohnblöcken steht hier (Nr. 10) ein Juwel Moskauer Architektur: die zwei Wohnzylinder, die der konstruktivistische Architekt Konstantin Melnikow (1890-1974) für sich und seine Familie 1927 errichtete. Melnikow lebte hier bis zu seinem Tod. Seit sein Sohn 2006 starb, ist die Zukunft des Gebäudes ungewiss. Zurück auf dem Arbat führt der weitere Weg in die Bolschoj Nikolopeskowskij pereulok.

Auf der linken Seite dieser Gasse (Nr. 11) finden Sie das Skrjabin-Museum. In der Wohnung, in der der Komponist Alexander Skrjabin (1872-1915) starb, ist alles wie zu seinen Lebzeiten belassen. Hier werden regelmäßig kleine, aber sehr feine Konzerte gegeben.

Am Ende der Gasse führt der Spaziergang auf den Nowyj Arbat, den Sie unterqueren, um auf der anderen Seite in die Borisoglebskij pereulok einzubiegen. Haus Nr. 6 wurde erst vor ein paar Jahren ein Museum für die Dichterin Marina Zwetajewa (1892-1941). Das Gebäude hatte ihr ihr Vater, Direktor des Puschkin-Museums für bildende Künste, großzügig zur Hochzeit geschenkt.

Nur ein paar Schritte sind es von hier in die Malaja Moltschanowka Nr. 2. Der Dichter Michail Lermontow (1814-1841) lebte in dem Holzhaus drei Jahre, während er an der Moskauer Universität studierte. Hier entstanden viele seiner Gedichte.

Die Bolschoj Rschewskij Pereulok führt zur Bolschaja Nikitskaja und direkt auf die Kirche der Großen Auferstehung aus dem 19. Jh. zu, in der sich Puschkin und Natalja Gontscharow trauen ließen. Dahinter in der Malaja Nikitskaja 6/2: eine prachtvolle Jugendstilvilla, die Villa Rjabuschinskaja. Stalin stellte sie dem Schriftsteller Maxim Gorkij zur Verfügung, nachdem dieser 1931 - nach langjähriger Emigration - reumütig in die Sowjetunion zurückgekehrt war. 1936 starb Gorkij hier, heute als Gorkij-Wohnhaus zu besichtigen." marked_deleted="0" modified="2009-09-08 09:21:14.719142" modifier_id="258" privacy="1" static_map_url="http://maps.google.com/staticmap?hl=en&amp;maptype=roadmap&amp;format=png&amp;markers=55.750370,37.595080,reda%7C55.752870,37.617320,redb&amp;key=ABCDABCD&amp;size=123123123x123123123&amp;path=rgb:0x0000ff,weight:5|55.750370,37.595080|55.752870,37.617320" status="0" sum_locations="2" sum_votes="2" title="Arbat - Das Viertel der moskauer Literaten" triplocation_id="12500" />
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    <triplocations name="Arbat" description="Im 19. Jh. war der Arbat das Viertel des Adels, der Offiziere und der Händler, die hier nach dem Brand 1812 ihre Villen und Stadthäuser bauten. Chruschtschow zerstörte einen Teil dieses schönen alten Stadtteils, der sich zwischen Garten- und Boulevardring, der ul. Pretschistenka und der ul. Worowskowo ausbreitet, durch den Bau des 70 m breiten Kalinin-Prospektes - heute Nowyj Arbat - mit seinen hässlichen grauen Hochhäusern, im Volksmund das »Eiserne Gebiss« genannt. Mittelpunkt des Arbat ist die Arbatstraße, die erste Fußgängerzone Moskaus. Sie ist ein gutes Beispiel für die Veränderung der Stadt in den letzten Jahren: Ein Café reiht sich an das nächste und im Sommer kann man draußen sitzen und dem lebendigen Treiben der Souvenirhändler, Musiker und Porträtkünstler zusehen. Fast-Food oder russische Gaststätte: alles ist vorhanden. Zudem wird die Straße von schönen alten Gebäuden gesäumt, die bestens restauriert sind und von den so genannten Neuen Reichen bewohnt werden. Am pl. Arbatskaja liegt bei der gleichnamigen Metrostation das Restaurant Praga, gegenüber das Kino Chudoschestwennaja, 1909 von dem Architekten Schechtel erbaut. Hier beginnt die Fußgängerzone mit kleinen Läden. Im Haus Nr. 53 wohnte Puschkin für einige Monate, deswegen richtete man hier eine Gedenkstätte ein. Im Nebenhaus (Nr. 55) wurde der Schriftsteller Andrej Belyj 1880 geboren, bei uns durch seine mystischen Romane »Petersburg« und »Die silberne Taube« bekannt. Haus Nr. 37 ist eines der wenigen erhaltenen Gebäude im Empire-Stil. Die Fußgängerzone endet am pl. Smolenskaja, wo sich das Außen- und Außenhandelsministerium und die beiden Hochhäuser der Hotels Belgrad befinden. Auch abseits der Fußgängerzone lohnt sich ein Bummel durch die kleinen Gassen (Pereulok). Hier lassen sich gut erhaltene Häuser des Jugendstils und des Klassizismus bewundern. Der Arbat ist in den Werken Puschkins, Tolstojs, Bulgakows, Pasternaks und nun zuletzt auch in Anatolij Rybakows Roman »Die Kinder des Arbat« verewigt. Metro 1, 3, 4: Kropotkinskaja, Smolenskaja, Arbatskaja" favorite="" full_name="Arbat, Moskau, Russland" googled_path="Russland/Moskau/Arbat" hidden="0" href="http://www.tripwolf.com/de/guide/show/291263/Russland/Moskau/Arbat" id="291263" inherited="0" is_poi="0" item_name="Arbat, Moskau, Russland" language="DEU" latitude="55.75037" longitude="37.59508" ltp_level="0" parents_name="Moskau, Russland" rating="0" recommended="" status_description="4" status_name="1" status_tags="0" status_teaser="2" teaser="Arbatstraße: Erste Fußgängerzone der Stadt" teaser_or_description="&lt;b&gt;Arbatstraße: Erste Fußgängerzone der Stadt.&lt;/b&gt; Im 19. Jh. war der Arbat das Viertel des Adels, der Offiziere und der Händler, die hier nach dem Brand 1812 ihre Villen und Stadthäuser bauten. Chruschtschow ..." teaser_or_description_short="&lt;b&gt;Arbatstraße: Erste Fußgängerzone der Stadt.&lt;/b&gt; Im 19. Jh. war der Arbat das Viertel des Adels, der Offiziere und der Händler,..." type="9" type_id="9" type_name="Stadtviertel" votes="3" zoom="13">
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    <triplocations name="Kreml" description="»Fürst Jurij bestieg den Hügel, sah sich um, schaute nach allen Seiten, hierhin und dorthin, in beiden Richtungen den Moskau-Fluss und die Neglinnaja entlang; und er entzückte sich an ihren Dörfern und befahl, unverzüglich hier eine Stadt aus Holz zu errichten, und ihr Name soll Moskau-Stadt sein«, so ein Chronist im Jahr 1156. Der Fürst war der Großfürst Jurij Dolgorukij und der Hügel der Borowitzkij-Hügel, 40 m oberhalb der Moskwa. Wie beschrieben, so geschah es: Eine kleine Ansiedlung, umgeben von einer Palisadenumfriedung, entstand. Schon neun Jahre vorher wurde Moskau in einer Chronik erwähnt, und so gelten beide Daten als Gründungsdaten für die Stadt. Der Kreml, noch heute Kern Moskaus sowie über viele Jahrhunderte geistliches und weltliches Zentrum des Landes, war der Ausgangspunkt für die Stadtgründung. Deshalb beginnt mit dem Bau des Kreml die Geschichte der Stadt. »Kreml« kommt aus dem Griechischen und bedeutet Festung, Burg. In den folgenden dreihundert Jahren wurde er mehrmals zerstört oder brannte nieder. Heute dehnt sich der Kreml auf 28 ha aus. Er wird von einer roten Backsteinmauer von 2235 m Länge umgeben. Diese ließ Iwan III. Ende des 15. Jhs. von italienischen Baumeistern errichten (1462-1505). Schon Anfang des 14. Jhs. entstanden Kirchen, die unter Iwan III. umgebaut wurden und damit ihre heutige Gestalt erhielten. Das wundervolle Ensemble des Kathedralenplatzes mit seinen 50 Kuppeln liegt an der höchsten Stelle des Kreml. " favorite="" full_name="Kreml, Moskau, Russland" googled_path="Russland/Moskau/Kreml" hidden="0" href="http://www.tripwolf.com/de/guide/show/291360/Russland/Moskau/Kreml" id="291360" inherited="0" is_poi="1" item_name="Kreml, Moskau, Russland" language="DEU" latitude="55.75287" longitude="37.61732" ltp_level="0" parents_name="Moskau, Russland" rating="4" recommended="" status_description="4" status_name="1" status_tags="0" status_teaser="2" teaser="Die historische Festungsanlage mit Kirchen und Palästen" teaser_or_description="&lt;b&gt;Die historische Festungsanlage mit Kirchen und Palästen.&lt;/b&gt; »Fürst Jurij bestieg den Hügel, sah sich um, schaute nach allen Seiten, hierhin und dorthin, in beiden Richtungen den Moskau-Fluss und die Neglin..." teaser_or_description_short="&lt;b&gt;Die historische Festungsanlage mit Kirchen und Palästen.&lt;/b&gt; »Fürst Jurij bestieg den Hügel, sah sich um, schaute nach allen S..." type="13" type_id="13" type_name="Sehenswürdigkeit" votes="7" zoom="16">
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