24 Stunden in Montréal
In Montréal trifft französische Bistro-Atmosphäre auf kanadische Eishockey-Frostbeulen und eine lebhafte, alternativ angehauchte Partyszene. Im Sommer werden Lebenslust und Feierlaune schon tagsüber auf Terrassencafés und Parks ausgedehnt. Kein Wunder, bei dem hübschen Stadtbild. Warum nicht ein paar Stunden mitnaschen - ein Kurztrip nach Québec macht's möglich.
Ein Markt wie in Frankreich! Starte deine Städtereise gleich mit einem Feuerwerk an bunten Eindrücken - der Marché Jean-Talon gilt als der schönste der Stadt und bietet die besten Produkte aus Québec zum Kauf an.
Bevor du in die Innenstadt eintauchst, wirf vom Mont Royal aus einen Blick auf ihr Dächermeer. Montréals Hausberg ist ein lang gezogener Park, der vor allem im Sommer regelrecht gestürmt wird. Spontane Trommel-Jam-Sessions und ähnliches sind dann keine Seltenheit.
Steig nun herab nach Vieux Montréal - die Pflasterstein-gedeckte und mit Sehenswürdigkeiten gespickte historische Altstadt. Ihr Zentrum ist der Place Jacques Cartier, drei Straßen weiter triffst du auf die neogotische Basilique Notre-Dame (abends Lichtershow im Inneren!). Richtung Osten gelangst du zu den geschäftigen Piers des Vieux-Port - oft Schauplatz von Märkten und Veranstaltungen. Möchtest du in der schicken Altstadt gut essen, kann dir das stylische Chez L'Espicier empfohlen werden.
Allen Pflastersteinen im Zentrum zum Trotz - Montréal ist auch ein gutes Pflaster für innovative Kunstschaffende. Einen Querschnitt der lokalen zeitgenössischen Kunstszene bekommst du im Musée d'Art Contemporain.
Wenn es ums Shoppen geht, bist du in Montréal auf der Rue Ste-Cathérine goldrichtig. Übrigens kann man den Einkaufsbummel auch unterirdisch unternehmen. Passagen, Galerien, Kinos und Restaurants auf einer Gesamtlänge von sage und schreibe 30 Kilometern findest du in der Ville Souterraine - dem unterirdischen Gassenlabyrint Montréals, das dank der eisigen Kälte im Winter erschaffen wurde. Der Zugang erfolgt über die Rue Ste-Cathérine.
Deftige Quebéc-Küche bei Tageslicht gibt es im Stanley Diner - der Restaurantempfehlung Nr.2.
Nirgendwo ist Montréal stimmungsvoller als rund um die Universität. Spaziere unbedingt ein Stück die von Straßencafés und Bistros gesäumte Rue St-Denis Richtung Norden. Dort triffst du auf das junge Viertel Plateau Mont-Royal. Tagsüber locken hier Bistros und ausgefallene Boutiquen, abends Clubs und Partys.
Themenwechsel: 1976 trug Montréal die olympischen Sommerspiele aus. Klar, dass die Bauten des Olympiaparks etwas in die Jahre gekommen sind. Der Turm des Olympiastadions bietet aber nach wie vor einen der schönsten Blicke auf die Stadt.
Ebenfalls auf dem Olympiagelände (ehemaliges Radstadion) befindet sich das Biodome - ein spektakuläres Museum der weltweiten Ökosysteme und Klimazonen.
Du willst noch eine kräftige Stärkung, bevor es ins Nightlife Montréals geht? Das Schwartz`s Deli ist in Montréal Kult! Ebenso wie Rauchfleisch. Ein großes "smoked meat sandwich" für 4,95 Canadian Dollar sollte dich gut durch die kommende Nacht bringen.
Ausgeh-Viertel gibt es zuhauf. Die Rue Ste-Catherine und die Rue St-Denis, vor allem aber der Stadtteil Plateau sind die besten Adressen zum Feiern. Locals starten den Abend gerne mit einer Runde Billard in einer der Poolbars. Im Moment sehr angesagt ist der studentische Club Café Campus. Hier finden auch regelmäßig Live-Gigs statt.