24 Stunden in Zürich
Wirf alle Zutaten, für die die Schweiz weltweit bekannt ist, in ein handliches Cocktailglas, mische eine Brise Multikulti darunter, und schmecke es mit einem kräftigen Schuss Coolness und Modernität ab - fertig ist dein 24-Stunden-Zürich-Kurztrip. Einziger Wermutstropfen: die Sache ist nicht ganz billig.
Starte deine Tour am besten beim mächtigen Wahrzeichen der Stadt, dem doppeltürmigen Grossmünster, dessen älteste Gemäuer noch aus dem 11. Jahrhundert stammen. Zürich verfügt über ein ausgezeichnetes Straßenbahnnetz, doch ist der Großteil aller Sights auch mühelos zu Fuß erreichbar. Man sollte sich ohnehin nicht die berauschende Naturkulisse aus glänzenden Berggipfeln und glitzerndem Zürichsee entgehen lassen, in der die Stadt eingebettet liegt. Spaziere deshalb ein Stück das Zürichhorn entlang - eine Landzunge, die sich in den See erstreckt und häppchenweise leicht verdaubare Kunst, wie etwa Skulpturen vom Schweizer Bildhauer Jean Tinguely, serviert.
Bist du auf den Geschmack gekommen, kehre ins Kunsthaus ein, wo dir die geballte Ladung europäischer Kunst aus sämtlichen Epochen nachgereicht wird. Ansonsten ziehe weiter in den Neumarkt, den idyllischsten Teil der überschaubar großen Altstadt Zürichs. Überquere dann die Sihl und bestaune die - wie es sich für die Schweiz gehört - größten Ziffernblätter Europas am romanischen Turm der Kirche St. Peter. Noch weitaus mehr Uhren triffst du im nahe gelegenen Museum der Zeitmessung an. Lässt dein Hunger mittlerweile alle Alarmglocken schrillen, bist du nirgendwo besser aufgehoben als im urigen Zeughauskeller (ab 11:30), wo in Massen deftige Schweizer Küche an Holztische herangekarrt wird.
Fürs Dessert ziehen schlaue Zürich-Besucher aber dorthin weiter, wo Schokolade quasi erfunden wurde - in die edle Sprüngli Confiserie mit eigenem Café. Auch ohne Einkaufsbummel wäre eine Städtereise nach Zürich irgendwie unvollständig – deshalb geht’s gleich danach auf die Bahnhofsstrasse. Was sich anhört wie eine schäbige Sackgasse, gehört in Wirklichkeit zu den mondänsten Einkaufs-Meilen Europas, allerdings wird es angesichts ihres Preisniveaus wohl nur beim Schaufensterbummel bleiben.
Wenn du Lust hast, das moderne und innovative Zürich kennen zu lernen, empfiehlt sich ein Abstecher in den Schiffbau im neu gestalteten Stadtteil 5 (S-Bahn: Hardbrücke). Innovative Architekten verwandelten die alte Schiffbauhalle in ein industriell anmutendes Kulturzentrum - Jazzclub und trendige Bar inklusive.
Noch schicker startest du in der Jules-Verne-Bar auf der Sternwarte in den Abend: Cocktail-Schlürfen bei Panoramablick hoch über der Stadt. Manchmal aber tut "Underground" doch besser - möchtest du deinen Zürichtrip mit Rock, Techno und Drum ’n’ Bass im alternativen Ambiente ausklingen lassen, ist die Rote Fabrik die erste Adresse.