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    <trip id="10657" created="2009-10-09 12:58:04" creator_id="258" creator_name="marcopolo" creator_status="100" default_for_user_id="" description="Ein Erlebnis der besonderen Art ist eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn. Noch immer gehört sie zu den Reiseklassikern, und vor allem bei jungen Leuten steht dieser Abenteuertrip hoch im Kurs. Das Leben und Treiben auf der Strecke - russischer Alltag pur - muss man erlebt und die Landschaft in ihrer endlosen Weite genossen haben. Die Reise auf dieser längsten Eisenbahnstrecke der Welt - für die 9296 km von Moskau bis Wladiwostok braucht der Zug 158 Stunden - steht nach wie vor im Guinness-Buch der Rekorde. 360 Großstädte, Städte, Dörfer und Siedlungen werden »überrollt«.

Als Vorschlag für einen besonders attraktiven Abschnitt wird im Folgenden die Teilstrecke von Nowosibirsk nach Irkutsk - mit dem Zug Nr. 8, »Sibir« - beschrieben. Es ist eine Fahrt über 1848 km mit einer Reisedauer von 31 Stunden.

Nach der Übernachtung in Nowosibirsk treten Sie Ihre Reise am Hauptbahnhof (Woksalnij Magistral) an. Ihr Zug, die Nr. 8, der »Sibir«, fährt um 20.13 Uhr ab - allerdings Moskauer Zeit, denn auf der gesamten Strecke gilt Moskauer Zeit, und das heißt bei einem Zeitunterschied von drei Stunden, es ist in Nowosibirsk bereits 23.13 Uhr.

Der Zug Nr. 8 ist ein ganz normaler russischer Zug und nicht speziell für Touristen ausgerüstet; er dient als Beförderungs- und Transportmittel von Tante, Onkel und Babuschka mit auffallend viel Gepäck auf dem Weg gen Osten. Es gibt Wagen der 1. und 2. Klasse, d. h. Abteile mit zwei oder vier Betten (keine Trennung nach Geschlecht). Es gibt aber nur wenige 1.-Klasse-Abteile, der Platz in den Vierbettabteilen ist auch ausreichend, wenngleich etwas beengt. Die Bettlänge beträgt 1,75 m, die Breite 65 cm. Entsprechend der Klasse hat ein Wagen entweder 18 oder 36 Schlafplätze. Reiseveranstalter buchen meist einen ganzen Wagen.

Zu Beginn lernen Sie gleich die Prowodniza, die Zugbegleiterin, kennen, die Sie auf dieser Teilstrecke betreut. Für Fragen und Wünsche ist sie zuständig, sie sorgt für saubere Bettwäsche und heißen Tee. Zu Beginn prüft sie Ihre Fahrkarte so genau wie die Beamten Ihren Pass bei der Einreise nach Russland. Der dunkelgrüne Zug startet pünktlich. Pünktlichkeit wird auf dieser Strecke groß geschrieben. Sie können an dem Fahrplan, der in jedem Wagen aushängt, immer genau verfolgen, wann Sie wo ankommen werden und wann die Weiterreise erfolgt.

Ein Gang durch den Wagen macht Sie mit den Extras bekannt: An der Einstiegsseite (immer vorn) entdecken Sie einen mit Holz und Steinkohle beheizten Ofen, daneben den heißes Wasser spendenden Boiler, im Korridor Steckdosen (120 und 240 Volt), Radioschalter, Klappstühle und im hinteren Fond die Raucherecke. Ebenfalls am hinteren Ende des Wagens befindet sich jeweils der Toiletten- und Waschraum. Die sanitären Anlagen entsprechen russischem Niveau, und das ist nach westeuropäischen Maßstäben eher primitiv. Die Toiletten werden aber mindestens einmal am Tag gereinigt und desinfiziert. Das Wasser zum Waschen ist kalt, warmes müssen Sie aus dem Boiler holen. Toilettenpapier ist rar, auch Seife gibt es nur in Ausnahmefällen.

Wenn Sie allein reisen und Lust haben, für kurze Zeit russisches Leben pur zu erleben, dann sollten Sie sich das Abteil mit Russen teilen. Diese richten sich ganz schnell häuslich ein und bringen meist auch ihre Pantoffeln mit: Aus den Koffern und Pappkartons werden mitgebrachte frische Äpfel und nach Knoblauch riechendes, eingelegtes Gemüse auf die Fensterbank gelegt. Und ehe Sie sich versehen, sind Sie zu einem Begrüßungsgläschen eingeladen.

Die Fahrtgeschwindigkeit beträgt selten mehr als 80 km/h. So bleibt genug Zeit, die Landschaft zu betrachten - Dörfer und Städte, die typischen russischen Holzhäuschen in Grün und Blau mit Holzornamenten. Antennenanlagen ragen wie Kreuze an schief stehenden Kiefernstangen in den Himmel.

Punkt 23.37 Uhr (immer Moskauer Zeit) erreichen Sie Taiga (26 000 Ew.), eine Stadt, die in der Aufbauphase der Transsib errichtet wurde. Zweieinhalb Stunden später haben Sie in Mariinsk einen Aufenthalt von 23 Minuten. Die Einheimischen sorgen für Nachschub an Essen und Trinken für den kommenden Tag. Als Ausländer, der sich nicht so gut auskennt, bleibt man besser im wärmenden Bett. Das gilt auch für die nächsten Stationen Bogotol und Atschinsk.

Krasnojarsk erreichen Sie um 8.12 Uhr (Ortszeit 12.12 Uhr) mit 20 Minuten Aufenthalt, die Sie nutzen können, um sich die Beine zu vertreten und Pelmeni (Teigtaschen), Räucherfisch oder eine Kohlsuppe von den Babuschkas (älteren Frauen) auf dem Bahnsteig zu kaufen. Am Kiosk gibt's Zigaretten und Süßigkeiten. Aber entfernen Sie sich nicht zu weit vom Zug, der fährt pünktlich - auch ohne Sie - weiter. Nach dem kurzen Ausflug ins Bahnsteiggewühl haben Sie wieder Muße zum Schauen. Anton Tschechow beschrieb die Faszination der Taiga einmal so: »Die Eindruckskraft und der Zauber der Taiga liegt nicht in ihren Baumriesen und ihrer feierlichen Stille, sondern darin, dass nicht einmal ein Vogel, der über sie hinwegfliegt, weiß, wo sie endet.«

Beim Eisenbahnknotenpunkt Taischet (Transsib, Baikal-Amur-Magistrale und die Verbindung Krasnojarsk-Nowosibirsk über Abakan) ist die Nachmittagsstunde erreicht. Vielleicht machen Sie jetzt einen kleinen Ausflug in den Speisewagen. Hier kann man von 9 bis 21 Uhr (es gilt die Ortszeit) etwas essen. Das Angebot ist klein - Brot, Gulasch, gegrilltes Huhn, Salate, Gurken, Tomaten (grün eingelegt oder rot) -, aber sehr preiswert. Der Speisewagen ist gleichzeitig das soziale und kommunikative Zentrum für die Verbündeten auf Zeit. In dem rollenden Restaurant werden dauerhafte Freundschaften geschlossen.

Nach Nischneudinsk (18.17 Uhr, 23 Minuten Aufenthalt) erreichen Sie schließlich Sima (22.03 Uhr). Der Ort (wörtlich »Winter«) wurde 1898 als eine Baustelle bei Errichtung der Transsib in der Nähe des gleichnamigen kalten Flusses gegründet. Hier haben Sie 25 Minuten Aufenthalt.

Entlang der Bahnlinie sind in Fahrtrichtung (West nach Ost) Kilometersteine sichtbar. Die Zahlen darauf geben jeweils die Entfernung von Moskau aus an. Vor Taiga heißt es dann 3571 km und vor Sima 4940 km.

Nach Angarsk (247 000 Ew.), mitten in der Taiga gelegen, erreichen Sie schließlich um 2.33 Uhr Irkutsk. In der Halbmillionenstadt ist es halb acht in der Frühe. Aber der Reiseveranstalter hat vorsorglich ein Hotelzimmer für Sie gebucht, in dem Sie schlafen und sich ausruhen können, denn die Reise auf der Transsib ist alles andere als eine Erholungstour.

Ein Wort zur Sicherheit: Alle Reiseveranstalter, die eine Fahrt mit der Transsib anbieten, versichern, dass es nie ernsthafte Probleme gegeben hat - entgegen den abenteuerlichen Berichten, die in den Medien über Korruption, Mafia und Diebstahl kursieren. Dennoch bleibt die überall übliche Vorsicht geboten: Wertsachen nie unbeaufsichtigt lassen, das Gepäck im Auge behalten.

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    <triplocations name="Sibirien" description="Sibirien und den Fernen Osten erschließen sich Reisende aus Europa am besten von Irkutsk aus. Vom Moskauer Inlandflughafen Domodedowo aus erreicht man die 4750 km entfernte Stadt mit dem Flugzeug nach sechs Stunden - über fünf Zeitzonen hinweg der Sonne entgegen. Mit der Transsibirischen Eisenbahn müssen Sie sich auf eine kleine Weltreise einlassen. Vom Jaroslawler Bahnhof in Moskau aus fährt der Zug nach 87 Stunden bzw. 5191 km im Irkutsker Bahnhof ein.

Sibirien, das Gebiet zwischen Ural und Pazifik - tatarisch »schlafendes Land« - blieb jahrtausendelang unberührt. Auch heute noch gibt es viele Flecken, die kein Mensch je betreten hat. Tataren, Burjaten, Jakuten und Tungusen lebten auf dem riesigen Territorium, bis die Russen begannen, den »steinernen Gürtel«, die Weiten hinter dem Ural, zu erkunden, und nach Osten vordrangen. Ein Häuflein Kosaken unter Führung des Hauptmanns Jermak Timofejewitsch gilt als eigentlicher Eroberer Sibiriens. Das war 1581. Die Reichtümer der Taiga, allen voran die Pelztiere, lockten die Kosaken an.

Nach den Kosaken kamen die zaristischen Woiwoden - oberste Beamte - und Lehnsleute, zwangen die Völkerschaften zu Abgaben, errichteten Siedlungen an den Flussläufen und gründeten Zarendörfer, in denen sich Russen niederließen. »Ab nach Sibirien« wurde schon Ende des 16. Jhs. zu einem festen Begriff. Politische Gegner des Zarenregimes wurden hierher in die Verbannung geschickt. Jahrhundertelang waren mit dem Ruf »Ab nach Sibirien« Massendeportationen verbunden: Adelige des Dezemberaufstands von 1825 (Dekabristen), Schriftsteller, Sozialrevolutionäre und Bolschewiki. Wegen seiner Weite und Unwegsamkeit kam Sibirien einem Gefängnis gleich. An Eisenbahnknotenpunkten entstanden Haftanstalten, um 1900 zählte man 287 000 Staatsverbrecher. Vor allem im Zuge der Zwangskollektivierung und Stalins »Säuberungsaktionen« wurden Millionen politischer Gegner in die Arbeitslager geschickt, viele kamen dort um.

Sibirien bedeutet aber auch ursprüngliche Natur mit unermesslichen Reichtümern: Gold, Zinn, Uran, Öl. Sibirien, das ist eine Landmasse von 12,8 Mio. km² mit nur 30 Mio. Bewohnern. Zum Vergleich: In Europa leben auf 10,5 Mio. km² 740 Mio. Menschen. Die Ost-West-Ausdehnung vom Ural bis zum Pazifik misst über 7000 km, und von Nord nach Süd - vom Nordpolarmeer bis Zentralasien - über 3500 km. Das Land ist reich an Brennstoff- und anderen Energievorkommen, an Erzen, nichtmetallischen Bodenschätzen, Wasserläufen und Wald. Königin der Taiga ist die Lärche, daneben wachsen Tannen, Birken und Pappeln.

Wer Sibirien im Winter besucht, braucht vor allem warme Kleidung und gefütterte Stiefel. Im Januar sinken die Temperaturen auf bis zu 50 Grad minus. Im Frühjahr und Spätherbst benötigt man einen gefütterten Anorak und wasserdichtes Schuhwerk. Die Sommer sind kurz und heiß, dennoch empfehlen sich ein Pullover, Regenmantel und unbedingt Mückenschutz. Das Lebensgefühl in Sibirien beschreibt ein altes Sprichwort: »100 Rubel sind kein Geld, 100 Jahre kein Alter und 100 Kilometer keine Entfernung.«" favorite="" full_name="Sibirien, Russland" googled_path="Russland/Sibirien" hidden="0" href="http://www.tripwolf.com/de/guide/show/291815/Russland/Sibirien" id="291815" inherited="0" is_poi="0" item_name="Sibirien, Russland" language="DEU" latitude="66.5132604431118" longitude="120.9375" ltp_level="0" parents_name="Russland" rating="0" recommended="" status_description="4" status_name="1" status_tags="0" status_teaser="2" teaser="100 Kilometer sind keine Entfernung" teaser_or_description="&lt;b&gt;100 Kilometer sind keine Entfernung.&lt;/b&gt; Sibirien und den Fernen Osten erschließen sich Reisende aus Europa am besten von Irkutsk aus. Vom Moskauer Inlandflughafen Domodedowo aus erreicht man die 4750 km en..." teaser_or_description_short="&lt;b&gt;100 Kilometer sind keine Entfernung.&lt;/b&gt; Sibirien und den Fernen Osten erschließen sich Reisende aus Europa am besten von Irku..." type="6" type_id="6" type_name="Region" votes="1" zoom="3">
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    <triplocations name="Nowosibirsk" description="Nowosibirsk ist eine junge Stadt. Der Ort entstand, als für die Transsibirische Eisenbahn 1893 eine Brücke über den Fluss Ob gebaut wurde. Bis 1924 hieß die Stadt Nowonikolajewsk - nach dem letzten Zaren. Seit Beginn des 20. Jhs. entwickelte sich der Ort zu einem Industrie- und Handelszentrum mit heute 1,4 Mio. Einwohnern. Nowosibirsk ist ein anschauliches Beispiel für die monumentale Stadtgestaltung mit breiten Straßen und riesigen Plätzen: Die Hauptstraße, der Krasnyj-Prospekt, ist 10 km lang. Hier steht auch das mit 65 000 m2 Nutzfläche größte Opernhaus Eurasiens. Nowosibirsk gilt als das industrielle, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Sibiriens." favorite="" full_name="Nowosibirsk, Russland" googled_path="Russland/Nowosibirsk" hidden="0" href="http://www.tripwolf.com/de/guide/show/291816/Russland/Nowosibirsk" id="291816" inherited="0" is_poi="0" item_name="Nowosibirsk, Russland" language="DEU" latitude="55.03923" longitude="82.927818" ltp_level="0" parents_name="Russland" rating="3" recommended="" status_description="4" status_name="1" status_tags="0" status_teaser="2" teaser="" teaser_or_description="&lt;b&gt;&lt;/b&gt; Nowosibirsk ist eine junge Stadt. Der Ort entstand, als für die Transsibirische Eisenbahn 1893 eine Brücke über den Fluss Ob gebaut wurde. Bis 1924 hieß die Stadt Nowonikolajewsk - nach dem letzten Za..." teaser_or_description_short="&lt;b&gt;&lt;/b&gt; Nowosibirsk ist eine junge Stadt. Der Ort entstand, als für die Transsibirische Eisenbahn 1893 eine Brücke über den Flus..." type="7" type_id="7" type_name="Stadt" votes="2" zoom="10">
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    <triplocations name="Irkutsk" description="Die Stadt (590 000 Ew.) gilt als Hauptstadt Ostsibiriens. Irkutsk präsentiert sich heute als Zentrum für Industrie, Wissenschaft und Kultur. Die Stadt liegt an der Mündung des Flüsschens Iskut sowie an der Angara und ist nur 65 km vom Baikalsee entfernt. 1661 wurde an dieser geografisch günstigen Stelle eine Kosakenfestung errichtet - guter Boden für Ackerbau, ausreichend Wasser und reiche Jagdgebiete lockten. Rasch entwickelte sich der Handel mit China und der Mongolei. Die begehrten Zobelfelle wurden in Wladimir und Moskau gern getragen. Heute geht der Export von Irkutsk aus zu den Versteigerungen in St. Petersburg und London. 1886 erhielt Irkutsk Stadtrechte. Der Ort hatte berühmte Jahrmärkte, wo sich russische und ausländische Kaufleute trafen. Durch den Bau der Transsibirischen Eisenbahn erlebte er einen weiteren Aufschwung. Im »Paris Sibiriens« sind viele Gebäude aus der Blütezeit erhalten, u. a. die Residenz des Goldhändlers Wtorow (19. Jh.)." favorite="" full_name="Irkutsk, Russland" googled_path="Russland/Irkutsk" hidden="0" href="http://www.tripwolf.com/de/guide/show/291836/Russland/Irkutsk" id="291836" inherited="0" is_poi="0" item_name="Irkutsk, Russland" language="DEU" latitude="52.275261" longitude="104.30864" ltp_level="0" parents_name="Russland" rating="0" recommended="" status_description="4" status_name="1" status_tags="0" status_teaser="2" teaser="" teaser_or_description="&lt;b&gt;&lt;/b&gt; Die Stadt (590 000 Ew.) gilt als Hauptstadt Ostsibiriens. Irkutsk präsentiert sich heute als Zentrum für Industrie, Wissenschaft und Kultur. Die Stadt liegt an der Mündung des Flüsschens Iskut sowie a..." teaser_or_description_short="&lt;b&gt;&lt;/b&gt; Die Stadt (590 000 Ew.) gilt als Hauptstadt Ostsibiriens. Irkutsk präsentiert sich heute als Zentrum für Industrie, Wiss..." type="7" type_id="7" type_name="Stadt" votes="2" zoom="10">
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    <triplocations name="Russland" description="Das alte Sowjet-Image von Russland - als ein Land voller bürokratischer Hürden, Lenin-Statuen, korrupter Polizei, Wodka, kyrillischer Schilder und niedlicher zwiebelförmiger Dome - erfreut sich im neuen (und weitaus teureren) Russland bester Gesundheit. Die Nation umfasst neun Zeitzonen, aber die Masse der Besucher hält sich an die östlichste: St. Petersburg (eine Stadt voller Kanäle im venezianischen und Paläste im europäischen Stil) und Moskau (Heimat des Kremls, des Bolschoi-Balletts und erschreckend teurer Sushi-Bars). Aber nur diese beiden Städte zu sehen, ist wie New York zu besuchen und zu behaupten, man kenne die USA. Die Züge in Russland sind großartig (mit Türschlössern und Samowaren im Gang); sie sind eine tolle Möglichkeit, um in die von Birkenwäldern und Taiga dominierte Landschaft zu gelangen, die sich über eine ganze Woche hinzieht, wenn man etwa mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Wladiwostok in Sibirien fährt. Unterwegs bekommt man auch einen guten Überblick über russische Geschichte und die reiche Kultur und Natur vermittelt: wo der letzte Zar erschossen wurde, nämlich in Jekaterinburg, die wunderliche Holzarchitektur in Tomsk und den gewaltigen, von Bergen umgebenen Baikalsee in Sibirien (der älteste und tiefste See der Erde). Das Beste an der Transsibirischen Eisenbahn sind jedoch die Zugbekanntschaften, die sich während des Weges machen lassen, etwa reizende russische Großeltern, die großzügig ihre Kielbasa-Suppe, selbstgezogenen Tomaten, Käse und, natürlich, Wodka teilen.
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