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Wunder des Alltags

erstellt von MarcoPolo-partner am 2015-12-17

Wunder des Alltags

Buntes Leben in Kowloon außerhalb der klimatisierten Konsumwelt: Hausaltäre, Hackklötze, Mahjongg-Salons, Obst- und Gemüsemärkte, Jadehändler und vieles mehr. Kommen Sie am späteren Vormittag, wenn die Läden geöffnet sind; planen Sie eineinhalb Stunden ein – plus Mittagessen.

Los geht’s beim beliebten Tin-Hau-Tempel von Yau Ma Tei. Auf dem Vorplatz spielt man im Schatten von Banyanbäumen Karten oder Schach, Müßiggänger schauen zu oder lesen Zeitung. Auf beiden Seiten der nordwärts führenden Shanghai Street bilden Devotionalienläden, die Heiligenfiguren und Hausaltäre verkaufen, mit Haushalts- und Stahlwarengeschäften eine einzigartige Mischung. Auf 200 m Strecke sehen Sie Sortimente mit chinesischen Fonduesets, Scheren, Gaslaternen, Waagen, Tischkarussells, Tontöpfen, Hackklötzen, Holzhockern, Weihrauch und Opfergeld, geomantischen Kompassen, Miniaturstupas, in die man Buddhafigürchen stellt, und vielerlei Dinge mehr. In einem Fleischerladen hängen Enten im Fenster. In mehreren Läden sieht man an der Rückwand einen Schrein für Guan Yu, den beliebtesten Schutzpatron. Vor der Figur steht gewöhnlich eine Schale Obst.

Falls Sie auf der Westseite der Straße (rechts) gehen, wechseln Sie die Straßenseite bei der kreuzenden Man Ming Lane. An der Ecke (gegenüber von der kleinen Grünanlage) hängen die Fenster voll mit den Aushängen eines Wohnungsmaklers. Die erste Zahl ist gewöhnlich die Fläche in Quadratfuß (etwa ein Zehntel Quadratmeter), dann folgt entweder der Kaufpreis in Zehntausendern oder die Monatsmiete in vollen vier- bis fünfstelligen Beträgen.

Gehen Sie noch einen Block weiter die Shanghai Street entlang, dann einen Block nach Westen zu den alten Hallen des Obstgroßmarkts. Am Vormittag wird dort bloß noch aufgeräumt, das Hauptgeschäft findet in aller Frühe statt, doch der Duft und ein paar Händler bleiben noch eine ganze Weile. Die Uraltbauten, längst zum Abriss vorgesehen, sind teils von Pflanzen überwuchert, an einem Giebel sprießt sogar ein richtiger Baum.

Nun geht’s wieder südwärts. In der Reclamation Street folgen weitere Blechwarenläden mit Haushalts- und Großküchenartikeln, teilweise noch mit eigener Produktion. Beim Stahltrossenladen in Nr. 181 fragt man sich, wie sie die riesigen Rollen hinein- und wieder herausbekommen. Am Nordende der Canton Road steht Bausubstanz von 1923: die dreigeschossige Yau Ma Tei Police Station mit Kolonnaden im Erdgeschoss. Nördlich gegenüber der Wache, im Wohnkomplex Prosperous Garden serviert das Cafe Kubrick (neben dem Filmkunsttheater) Speis und Trank für den „westlichen“ Gaumen.

Weiter geht’s südwärts zum Jademarkt. Nehmen Sie den zweiten Eingang (unter der Hochstraße) und beachten Sie hier gleich rechts die Verschläge, in denen Berufsschreiber beim Ausfüllen der Steuererklärung oder beim Beantragen einer Taxilizenz helfen. Manche liefern auch chinesisch-englische Übersetzungen. Entlang der Canton Road nach Süden reihen sich Mineralienhandlungen. Hier können Sie schöne Bergkristallkugeln, Fossilien und Perlen erstehen. Nächste Station (linksab durch die Pak Hoi Street) ist der Obst- und Gemüsemarkt Reclamation Street, den ganze Duftsymphonien durchwehen – und fischige Missklänge.

Kehren Sie nach einem Rundgang zur Pak Hoi Street zurück und gehen Sie eine Straße weiter nach Osten bis zur Shanghai Street. Beachten Sie dort die Hausnummer 189 mit Jade- und Holzschnitzereien, den Weihrauchladen in Nr. 185 und die Garküche in Nr. 183. Überqueren Sie die Straße. Die Nr. 178 an der Ecke Saigon Street ist eine typische Pfandleihe (mit unüberschaubar hohem Tresen und vergitterten Fenstern), und in Nr. 164 wird das ganze Jahr über Schlangensuppe serviert.

Gehen Sie wieder zurück und nach rechts in die Saigon Street. In der Kräuterapotheke an der nächsten Ecke bilden zwei große Zinnkessel den Blickfang; darüber hängt ein Foto des Firmengründers. Schalen mit aufgegossenen medizinischen Tees stehen bereit.

Überqueren Sie die Temple Street – tagsüber ist von dem Markttrubel, der hier abends ausbricht, nichts zu spüren. Gleich dahinter links werden Mahjongg-Spiele verkauft. Ein Mahjongg-Spielsalon Hausnr. 70–72, groß und prächtig, die Fassade mit gelbem Marmor verkleidet, folgt kurz darauf in der Woosung Street. Gegenüber liegt ein weiterer Salon. Folgen Sie der Woosung Street südwärts und kehren Sie zum Abschluss des Spaziergangs in die Garküche in Nr. 97 ein, die für Spottpreise köstliche Reissuppen und andere Gerichte serviert.

  • 1
    Tin-Hau-Tempel

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    Sehenswürdigkeit

  • 2
    Shanghai Street

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    Sehenswürdigkeit

  • 3
    Reclamation Street

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    Sehenswürdigkeit

  • 4
    Canton Road

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    Sehenswürdigkeit

  • 5
    Yau Ma Tei Police Station

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    Sehenswürdigkeit

  • 6
    Cafe Kubrick

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    Café

  • 7
    Jademarkt

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    Geschäft

  • 8
    Temple-Street-Nachtmarkt

    1 Stimmen

    Geschäft

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