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Rundgang Über die westlichen Hafeninseln

erstellt von MarcoPolo-partner am 2015-12-17

Rundgang Über die westlichen Hafeninseln

Nah am Zentrum liegt eine der schönsten unbekannten Gegenden Amsterdams. Die ehemaligen Hafeninseln im Westen der Innenstadt haben noch immer das Flair eines Seefahrerviertels: Historische Lagerhäuser, rostige Lastkähne, Werkstattschuppen und pittoreske Holzbrücken bestimmen das Bild. Dauer des Rundgangs: ca. 1,5 Stunden

Die drei Hafeninseln wurden zu Beginn des 17. Jhs. zeitgleich mit dem Grachtenring angelegt. Ursprünglich wurden alle Betriebe auf die Inseln verbannt, die für die vornehme Innenstadt zu viel Lärm oder Gestank machten. Teer- und Salzsiedereien, Seilereien, Werften und Fischverarbeitungsbetriebe siedelten sich am Wasser an, dahinter wurden Lagerhäuser und bald auch Wohnhäuser für Arbeiter und Seeleute errichtet. Heute sind fast alle ehemaligen Werkstätten zu begehrten Wohnungen und Künstlerateliers umfunktioniert worden.

Man erreicht die Inseln vom Haarlemmerdijk aus. Geht man unter dem Bahnviadukt hindurch, steht man zunächst am modernen Hafenbecken des Westerdok. Entlang der Blokmakerstraat und über den Hendrik Jonkerplein erreicht man die Bickersgracht. Alte Backsteinhäuser, Kopfsteinpflaster und überwucherte Grachtengärten machen den nostalgischen Charme der Straße aus – kaum vorstellbar, dass die Umgebung in den 1960er-Jahren als eine der schlechtesten Wohngegenden der Stadt galt.

Auf der anderen Seite der Gracht liegt das Prinseneiland, das man über eine kleine Brücke erreicht. Galgenstraat heißt die Gasse dahinter, denn von hier aus konnte man früher das Galgenfeld auf der Nordseite des Flusses IJ sehen. Weniger morbide muten die schönen Lagerhäuser an, die das gesamte Eiland säumen. Ihre Namen – De Windhond, De Teerton oder De Witte Pelicaan – werden von hübschen Giebelsteinen illustriert oder stehen in schnörkeliger Schrift auf die Fensterläden geschrieben.

Über die Drieharingenbrug erreicht man das Realeneiland. Ihren Namen erhielt die malerische Hebebrücke vom Haus „De drie Haringen“ auf der anderen Seite der Gracht. Ein Giebelstein über der Tür kündet heute noch davon, dass es vom Schiffszimmermann Haring Booy errichtet wurde. In der Realengracht, deren Ufer von kleinen Werftbetrieben gesäumt ist, dümpeln viele zu Hausbooten umfunktionierte Lastkähne. Gleich um die Ecke liegt der Zandhoek, dessen Name sich vom Sandmarkt ableitet, der dort 1634 eingerichtet wurde. Direkt vor den Türen der Häuser löschten die Sandhändler ihre Fracht. Vom Wohlstand mancher Händler, die hier wohnten, zeugt eine Reihe prachtvoller Grachtenhäuser. Im letzten Haus, dem Gouden Reael, befindet sich ein nettes Café-Restaurant.

Entlang der Bickersgracht gelangt man zurück zum Hendrik Jonkerplein und unter dem Bahnviadukt hindurch auf den Haarlemmerdijk. Hier kann man zum Abschluss noch ein wenig in den kleinen Läden stöbern oder einen Kaffee trinken.

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    Zandhoek

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    Sehenswürdigkeit

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    De Gouden Reael

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    Restaurant

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