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Das tripwolf Manifest

Das Internet und soziale Netzwerke haben das Reisen verändert: Heute rufen wir Informationen ab, wo und wann wir sie brauchen, und tauschen uns online und mobil mit Leuten vor Ort aus.

Wir glauben, dass das eine neue, bessere Form des Reisens ermöglicht, und wir haben versucht, dieses Gefühl in Worte zu gießen. Dabei sind die zehn Punkte des "tripwolf-Manifests" herausgekommen.

Nun würden wir gern eure Meinung hören: Findet ihr euch darin wieder? Haben wir etwas vergessen? Schreibt einen Kommentar, wir sind gespannt!

Das Zehn-Punkte-Programm

Ein Zehn-Punkte-Programm für digitale Nomaden, Flashpacker, tripwölfe und andere Reisende des 21. Jahrhunderts

1.
Wir sind keine Touristen, wir sind Reisende!

Wenn wir an unserem Reiseziel ankommen, tauchen wir in das Leben vor Ort ein. Wir sind keine Zuschauer in einem Vergnügungspark, wir wollen keinen Tourismus aus der Konserve, wir haken keine Liste mit Sehenswürdigkeiten ab. Wir suchen echte Erlebnisse, authentische Erfahrungen mit Menschen vor Ort. Wir nehmen am Leben auf der Straße teil – und reisen dann weiter.


2. Das Internet ist unser wichtigstes Werkzeug
Das Internet hilft uns beim Andocken und Eintauchen an jedem Ort der Welt. Aus dem Netz holen wir uns Informationen und Kontakte, über alle Grenzen hinweg. Weil wir über Freunde und Freundesfreunde mit der ganzen Welt bekannt sind, bekommen wir von Menschen vor Ort bessere Tipps als von selbsternannten Reise-Profis und Ratgebern, die mit dem Wandel nicht mithalten können. Wir haben erkannt, dass es sich mithilfe des Netzes besser reisen lässt als je zuvor.


3. Wir reisen direkt und unvermittelt
Wir brauchen keine Reisebüros, keine Pauschalangebote, keine Fertig-Routen aus dem Reiseführer, keine Mittelsleute, die uns flache Abziehbilder von Destinationen präsentieren und uns beim Reisen in engen Bahnen halten wollen. Wir stellen unsere Reisepläne selbst zusammen – und lassen uns von persönlichen Empfehlungen einfach treiben.


4. Freunde sind die Schlüssel zu unseren Reisezielen

Über soziale Netzwerke haben wir Bekannte in jeder Ecke der Welt. Wir wissen, wie wir Kontakte knüpfen, bevor wir angekommen sind. Ob am Basar von Teheran oder in den peruanischen Anden, über das Netz finden wir Gleichgesinnte, die uns persönlich die Geheimnisse ihres Heimatortes erschließen und zu wahren Freunden werden. Über das Internet pflegen wir diese Freundschaften, wenn wir wieder weg sind, über Zeitzonen und Kontinente. Unser Netzwerk wird ständig größer.


5. Wir sind Missionare des Internets
Ein bisschen Straßenstaub auf unseren Notebooks und Mobiltelefonen stört uns nicht, wir haben sie immer im Gepäck. Wir wissen, dass es von Marokko bis Vietnam Internet-Cafés an jeder Straßenecke gibt. Den freien Zugang zum Internet betrachten wir als Grundrecht für alle Menschen. Deshalb frequentieren wir Hotels und Cafés mit Gratis-WiFi – und boykottieren solche, in denen Internetzugang extra zu bezahlen ist.



6. Reisen ist für uns eine Lebenseinstellung
Das Reisen beginnt für uns zuhause gleich um die Ecke, in einer Straße in unserer Nachbarschaft, durch die wir noch nie mit offenen Augen spaziert sind. Wir wissen, dass Reisen wenig mit zurückgelegten Distanzen zu tun hat – und viel mit der Neugier und Entdeckungslust eines Kindes. Egal, wie weit wir reisen, Offenheit und Freude am Neuen sind immer in unserem Gepäck.


7. Wir lassen uns auf ein Reiseziel in all seinen Facetten ein
Wir tauchen in unsere Reiseziele voll ein, wir wollen sie sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen – und vor allem verstehen. Uns ist bewusst, dass Wissen und umfassende Information der Schlüssel dazu sind. Wir lauschen lieber in den Slums von Mumbai den Erklärungen eines NGO-Mitarbeiters, als dass wir in einem Sightseeing-Bus sitzen, der ahnungslose Touristen durch das Stadtzentrum chauffiert.


8. Wir hinterlassen keine Fußabdrücke

Beim Reisen passen wir uns an die lokalen Gepflogenheiten an und respektieren Gebräuche, ob in einer Moschee in Syrien oder in einer Bar in New York. Wir wissen, dass das Reisen auf unseren Planeten auch negative Auswirkungen hat, von klimaschädigenden Flugzeug-Abgasen bis zur Belastung fragiler Naturwunder. Wir bemühen uns, keine ökologischen Fußspuren zu hinterlassen – und wo es unvermeidbar ist, gleichen wir es durch positive Maßnahmen aus.


9. Wir lassen uns von unseren Reisen verändern
Wir haben gelernt, dass das Reisen vermeintliche Konstanten relativiert. Wer so wie wir in anderen Ecken der Welt Herausforderungen gemeistert hat und neue Blickwinkel kennengelernt hat, wird zuhause vielleicht gelassener und toleranter. Wir vermuten sogar, dass wir ein klein wenig weisere Menschen werden könnten, wenn wir genügend Erfahrungen mit Menschen aus aller Welt sammeln – ob beim Reisen oder im Netz.


10. Wir dokumentieren unsere Reisen
Wir führen Online-Tagebücher, schreiben Blogs und Bewertungen, schießen Fotos und drehen Videos über unsere Reisen. Wir lassen das Wissen über die Welt wachsen, damit die Schätze in unserem Datenfluss aufgetaucht werden können vom nächsten Reisenden, von unseren Freunden: den digitalen Nomaden, den Flashpackern, den Tripwölfen.

Kommentare

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  • Genial.....
    vor ein paar Jahren Missbrauch melden
  • Genau so denken wir auch bei #twistanbul = Twitterreise nach Istanbul, und haben die Reise mit diesen Grundgedanken initiiert.
    vor ein paar Jahren Missbrauch melden
  • Habe das Manifest gerade in einem kleinen Ort auf der Strecke von Meski nach Erfoud in einem Internet-Cafe gelesen, und stimme dem Manifest komplett zu. Sandige Grüße aus Marokko
    vor ein paar Jahren Missbrauch melden
  • Das Reisemanifest des 21 Jahrhunderts! Perfekt! Darin kann ich meine Einstellung zum Reisen wiederfinden!
    vor ein paar Jahren Missbrauch melden
  • spricht mir aus dem herz
    vor ein paar Jahren Missbrauch melden
  • Gut geheult Tripwolf ! gefällt mir sehr .
    vor ein paar Jahren Missbrauch melden

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