Studenten- und Kulturhauptstadt, ganz ohne Mozart
Viele österreichische Studienanfänger ziehen nach Graz, weil es von allem ein bisschen hat: Österreichs zweitgrößte Stadt ist urban genug, um eine lebendige Party-, Musik- und Kunstszene zu erhalten, zugleich ist sie so kleinstädtisch, grün und überschaubar, dass niemand vor der Stadt verschluckt wird. Von den Universitäten und der Musikhochschule strömen Studenten und Jungakademiker in die Galerien, Bierlokale und Kulturzentren und verhindern, dass die schmucken Gässchen und Plätze zum bloßen Freiluftmuseum verkommen (Die historische Altstadt von Graz wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe geadelt). Auch der Auftritt als „europäische Kulturhauptstadt“ im Jahr 2003 hat Spuren hinterlassen, etwa das Kunsthaus Graz, eine Ausstellungshalle in Form einer riesengroßen Blase. Mit den Ausstellungen, Konzerten und Lesungen des „Forum Stadtpark“ und dem alljährlichen Festival „steirischer herbst“ verfügt Graz aber schon länger über eine Tradition als zeitgenössisches Kunstzentrum. Die meisten Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungsorte liegen im Gebiet der historischen Altstadt, die vom Schlossberg und seinem markanten Uhrturm überthront wird. Sie lassen sich am besten zu Fuß erkunden, für die Anbindung zum Bahnhof und zu anderen Stadtteilen sorgt ein gutes Straßenbahn-System.




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