Welche Pracht auf nur 2,6 km²! Der V. Bezirk (Belváros-Lipótváros) steht fast vollständig unter Denkmalschutz und erlebte als erster nach der Wende einen enormen Aufschwung.
Er beherbergt einige der großartigsten Sehenswürdigkeiten Ungarns. Die Macht des Geldes und der Kirche repräsentieren zum Beispiel die Prachtbauten nahe dem Parlament, darunter die monumentale St.-Stephans-Basilika. Ein Beispiel für luxuriöse Hotelarchitektur ist das Gresham Palace in einem wunderbaren Jugendstilbau.
Der V. Bezirk, das Herz von Pest, hat 27000 Einwohner, von denen 27 Prozent über 65 Jahre alt sind. Ein so hoher Rentneranteil im Finanz- und Politikdistrikt einer Hauptstadt hat Seltenheitswert. Gleichzeitig spiegeln viele Wohnhäuser die schwierige soziale Lage ihrer Bewohner wider. Die Renten sind in der Regel sehr niedrig. Die Wohnungen sind zumeist das Eigentum der Rentner, aber die Hausgemeinschaften können das Geld für die Instandhaltung und Sanierung der Häuser nicht aufbringen.
Nördlich liegt der XIII. Bezirk (Ujlipotváros, mit 108500 Ew.), zu dem auch die Margareteninsel gehört, die grüne Lunge der Stadt. In diesem Bezirk gibt es auch Straßenzüge mit Bürgerhäusern aus dem 19. Jh., geprägt wird er jedoch von Tausenden Arbeiterwohnungen und vielen nationalen Minderheiten wie Serben, Kroaten, Polen, Rumänen oder Armeniern. Mit Großprojekten soll der Bezirk aufgewertet werden - so wird, in attraktiver Donaulage, ein Komplex mit 3500 neuen Wohnungen gebaut.
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