Shopping mit Stil
Es soll ja Leute geben, die nur nach Zürich fahren, um ihrer Shoppinglust zu frönen, zu „lädelen“, wie man hier sagt. In der Tat eignet sich kaum eine Stadt in Europa für dieses Vergnügen so wie die größte Schweizer Stadt, weist sie doch bezüglich Angebot und Qualität großstädtische Züge auf.
Exklusive Boutiquen, ausgesuchte Spezialgeschäfte, noble Kaufhäuser, Secondhandshops und Buchhandlungen in großer Zahl sind auf einem Quadratkilometer vereint, sodass alles zu Fuß bequem abgeklappert werden kann. Beginnen Sie mit der Bahnhofstrasse, der wohl berühmtesten dieses Namens auf der ganzen Welt. Was sich da links und rechts dieses 22 m breiten und 1 km langen, von Linden gesäumten Asphaltstreifens zwischen Hauptbahnhof und Zürichsee alles an illustren, berühmten und normalen Geschäften niedergelassen hat, stellt alle anderen Einkaufsstraßen in den Schatten. Dass sie praktisch nur von der Straßenbahn befahren wird, erhöht noch das Einkaufsvergnügen. Zur Bahnhofstrasse gehören natürlich auch ihre diversen Seitengassen wie Schweizergasse, Rennweg, Augustinergasse und In Gassen, die mit Topdesignern die Attraktivität der gesamten Gegend erhöhen, sowie das exklusive Viertel um die Storchengasse: Im Kern der Altstadt reihen sich die feinsten Geschäfte für Mode, Schmuck und Pelze aneinander.
Parallel zur Bahnhofstrasse verläuft die Löwenstrasse, die sich in den letzten Jahren redlich bemüht, als Einkaufsboulevard zu glänzen. Die Bahnhof- und die Löwenstrasse enden beim Hauptbahnhof, der seit dem Bau des unterirdischen S-Bahnhofs die Rail City, ein riesiges Einkaufszentrum, beherbergt: In den Passagen im Untergrund liegen eine Unmenge Geschäfte, die werktags bis 21 und sonntags bis 20 Uhr geöffnet sind.
An Sonnentagen eignet sich für den Einkaufsbummel das Limmatquai mit vielen „jungen“ Boutiquen und Geschäften und seinen zahlreichen, der Sonne ausgesetzten Straßencafés. Wer mehr dem beschaulichen Einkauf in historischer Umgebung zugetan ist, begibt sich ins Niederdorf und ins anschließende Oberdorf und trifft dort auf eine Vielzahl kleiner Boutiquen, auf Buchhandlungen und Antiquitätengeschäfte.
Originelle Läden mit viel Ausgefallenem und diverse Outlet-Geschäfte mit Designermode sind rund um die Josefstrasse) zu finden sowie in den Straßen rund um den Helvetiaplatz im Kreis 4 und im angrenzenden Kreis 3 gegen den Bahnhof Wiedikon hin - da allerdings sind die Trouvaillen teilweise gut versteckt in den Seitenstraßen und liegen auch mal einige Gehminuten auseinander.
Als Souvenir aus Zürich bieten sich ein Armeetaschenmesser oder eine Kuhglocke an, noch besser ein Gürtel mit Kuh- und Edelweißsujets aus Messing - wunderschön, nützlich und ziemlich in. Oder Sie entscheiden sich für den Ohrring mit einer kleinen Kelle, ein Schmuckstück, das von den Älplern schon getragen wurde, als andernorts noch kein Mann sich das Ohr zu durchlöchern wagte. In den Filialen des Schweizer Heimatwerks bekommen Sie das alles auch, vor allem aber kunstgewerblich hoch stehende Produkte. Typisch für Zürich sind natürlich auch Uhren, die Auswahl - vor allem im oberen Preissegment - ist enorm.
Für essbare Andenken hält man sich am besten an Schokolade. Kurz vor der Abfahrt können Sie noch Schweizer Käse mitnehmen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, importiert ein Käsefondueset. Züritypisch ist der so genannte Tirggel, ein flaches Gebäck aus Weißmehl und Honig.
Die Geschäfte haben meist montags bis freitags von 9 bis 20 und samstags von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Kleinere Läden schließen werktags häufig schon um 18.30 Uhr.
Antiquitätenläden
Dutzende von Händlern haben in Zürich ihre Geschäfte. Von Mai bis Oktober wird ein Großteil des Flohmarktes auf dem Bürkliplatz von ihnen beherrscht. Ansonsten sind Raritäten um Nieder- und Oberdorf und rund um die St. Peterhofstatt zu finden. Lohnende Entdeckungen können durchaus auch in den Brockenhäusern, wie man die Trödelläden hier nennt, gemacht werden.