Das Eixample entstand im 19. Jh. als Neustadt des aufstrebenden katalanischen Bürgertums.
Die Arbeiten begannen 1859 nach Plänen von Ildefons Cerdà, einem jungen, fortschrittlichen Bauingenieur. Ihm schwebte ein revolutionäres Projekt nach amerikanischem Vorbild vor: eine moderne, lichte Neustadt, mit großzügig im Schachbrettmuster angelegten Straßen, bei der der Mensch im Mittelpunkt stehen sollte. Seine Entwürfe wurden jedoch nur arg verfälscht umgesetzt. Was das Viertel einzigartig macht, sind seine prächtigen Bauten im katalanischen Jugendstil. Im Quadrat d'Or, dem Goldenen Quadrat (südlich der Av. Diagonal, zwischen Aribau und Sant Joan), wurden über 150 modernistische Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, eines schöner als das andere. Aber das Eixample ist nicht nur Freilichtmuseum des Jugendstils, auch der moderne Designboom fand hier sein Forum. Geschäfte, Galerien, Lokale, Bars und Straßencafés machen das Eixample noch immer zu einem der lebendigsten Viertel der Stadt.
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