Ein Stück Schottland am Ende der Welt. 1848 von schottischen Einwanderern gegründet, erhielt die Ansiedlung den alten gälischen Namen für Edinburgh: Dunedin (sprich Daniedin). »It's all right here«, verkünden Dunedins Touristiker und vergleichen sich in einem Atemzug mit Köln und Cornwall, mit Kalifornien und Cambridge. Sicher ist: Dunedin ist die größte Stadt Otagos, einer zum Teil sehr fruchtbaren Region der Südinsel zwischen Küste und Queenstown.
Ihren Wohlstand, im 19. Jh. durch den Goldrausch erlangt, demonstriert die Stadt mit prachtvollen Bauten. Fachleute sprechen von der weltweit am besten erhaltenen Stadt im viktorianischen Baustil. Die Platznot in der hügeligen Landschaft zwang die Einwohner, ihre Häuser auch an den Hängen zu errichten - für Neuseeland im letzten Drittel des 19. Jhs. eine höchst ungewöhnliche städteplanerische Entscheidung. Der wirtschaftliche Erfolg von Dunedin schien sich fortzusetzen, als 1882 das erste Kühlschiff den Hafen Port Chalmers mit Gefrierfleisch verließ. Den Ausbau des lukrativen Fleischexports riss schließlich Christchurch an sich. Dafür kann Dunedin stolz behaupten, die Geburtsstadt von Thomas Bracken zu sein. Er schrieb »God Defend New Zealand«, den Text der neuseeländischen Nationalhymne.
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