Wo Thailand am grünsten ist
Wenn Thailandneulinge einen gemütlichen Ort zum Abhängen suchen, kommt ihnen als Erstes meist der Süden des Landes mit seinen Inseln und Stränden in den Sinn – die wirklichen Thailand Connaisseure denken jedoch an Pai im Landesinneren. Denn so schön die Palmenstrände auch sein mögen, an die einzigartige Atmosphäre von Pai kommen sie nicht heran. An die vier Stunden schleppt sich der Bus von Chiang Mai in nordöstliche Richtung, bis er ein fruchtbares Hochtal erreicht hat. Dort liegt Pai malerisch an einem Fluss. Der kleine Ort ist von Reisfeldern und anderen Anbauflächen umgeben, die wiederum nahtlos in tropisch bewaldete Hügelketten übergehen, die das Hochtal einfassen. Wer will, kann hier einige Tage auf Trekking-Tour gehen (ist den angebotenen Touren von Chiang Mai aufgrund der besseren Lage unbedingt vorzuziehen). Aber auch mit dem Rad lohnt es sich, die Gegend ausführlich zu erkunden. Neben Tempeln und Wasserfällen laden auch einige heiße Quellen zum Baden ein. Vielleicht gibt man sich aber auch einfach damit zufrieden, neben seiner Unterkunft am Fluss in der Hängematte zu baumeln und darüber zu staunen, wie viele Grüntöne eine Landschaft fassen kann. Seine relative Abgeschiedenheit hat Pai lange vor großen Touristenströmen bewahrt. Seit 2007 ist der Ort aber auch mit dem Flugzeug von Chiang Mai aus zu erreichen. Zudem erfreut er sich nicht nur bei Rucksacktouristen, sondern auch bei Thais selbst immer größerer Beliebtheit. Wie lange Pai seinen verschlafenen, ja beinahe traumhaften Charakter noch beibehalten wird, steht nur in den Sternen.


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