Hoch, hoch in den Himalaya.
Sikkim, das kleine indische Bundesland zwischen Tibet, Bhutan und Nepal, leuchtet bunt, obwohl seine Felsen grau sind.
Sikkimesische, tibetische und nepalesische Buddhisten schmücken ihre Tempelfassaden und Tempelhallen mit kräftigen, unvermischten Farben. Tausende schmaler Terrassen überziehen die steilen Hänge, auf denen Hirse wächst, hier und da leuchten Reisfelder intensiv grün. Ebenen gibt es fast nicht, die Bergflanken sind dicht mit märchenhaft schönem Bergwald bestanden, mit Rhododendren und Farnbäumen. An höheren Baumstämmen ballen sich Orchideenbüschel und blühen in feenhaften Farben (rund 600 Arten). Reihenweise wehen weiße oder farbige Gebetsfahnen. An den Tempeln heben sich die Farben schön von den vergoldeten Flächen ab. Golden glänzt bei Sonnenuntergang auch der Schnee im Himalaya.
Bis 1975 war Sikkim ein Königreich, doch es verlor schon im 19. Jh. große Teile seines Territoriums. Die Hauptstadt Gangtok (ca. 30000 Ew.) ist eine übervölkerte Provinzstadt mit vielen Nepalesen und regem Betrieb auf den steilen Straßen, mit kleinen Läden und Parks. Das Bergland in der Nähe und im Norden lädt zu Trekking- und Autotouren ein.




