In Rajasthan werden Phantasien Wirklichkeit: Forts voller Legenden, Lagerfeuer unterm Wüstenhimmel - ein indisches Tausendundeine Nacht
Der Bundesstaat Rajasthan wird oft als Wüstenstaat bezeichnet. Wörtlich heißt Rajasthan „Land der Könige“. Früher konkurrierten hier 23 Fürstentümer. Die königlichen Rajputen waren stolz, kriegerisch und voller Tatendrang.
Damals hatten auch viele reiche Kaufleute ihren Sitz am Rand oder mitten in der Wüste. Ihre palastartigen Häuser (Havelis) mit filigranen Steinschnitzfassaden faszinieren bis heute. Der Indira-Gandhi-Kanal verwandelt die Wüste im Westen in fruchtbares Land.
Durch Rajasthan und auch durch Gujarat, den westlichsten Staat Indiens, rollen die historischen Luxuszüge der Maharajas. Die große Halbinsel Gujarat hat lange Strände, oft noch ohne jeden Tourismus, herrliche Tempel und einmalige Naturreservate zu bieten. In Gujarat leben als einflussreiche, wenn auch winzige Minderheit die Jains. Sie haben die Tempelstadt Palitana, das „Weiße Wunder“, gebaut und prägten die Ideen von Vegetarismus und Gewaltlosigkeit, die auch für Gandhi - 1869 in Gujarat in der Hafenstadt Porbandar geboren und erzogen - zur Grundlage seiner Lehre wurden.
Die schönsten Palmenstrände liegen an der Südspitze, aber sie gehören nicht zu Gujarat, sondern zu Diu, einer kleinen Insel, die bis 1961 portugiesische Kolonie war.



