Himmelhoch ragen die Gipfel des Himalaya vor der kurvenreichen Straße auf, die sich von Manali zum 3500 m über der Gangesebene gelegenen Leh emporschraubt.
Sieben bis acht Monate lang ist die Region Ladakh mit ihrer Hauptstadt nur mit dem Flugzeug erreichbar - wenn das Wetter es zulässt. Ladakh bedeutet „viele Pässe“ - das glaubt der Busreisende gern, der für die 485 km dieser Straße mindestens zwei Tage benötigt. Der höchste Pass ist dabei der 5326 m hohe Tag-lang-La. Besonders, wer mit dem Flugzeug gekommen ist, muss sich erst einige Tage akklimatisieren. Die Luft ist sauerstoffarm, Schlaffheit und Übelkeit sind normale Reaktionen. Leh liegt im breiten Talkessel des jungen Indus, hier grünen zwischen kahlen Bergen Felder. Im Winter wird es kalt, bis zu minus 50 Grad, die Sommersonne erwärmt bis plus 25 Grad. Das natürliche Gleichgewicht ist sehr empfindlich: Jeder Tritt zerstört möglicherweise Pflanzen für Jahre. Der Gast muss immer darauf bedacht sein, die Umwelt für die Bewohner nicht noch unwirtlicher zu machen.
In der Abgeschiedenheit hat sich eine buddhistische Kultur erhalten, die lange von Tibet beeinflusst wurde. Es gibt mehrere Klöster, in denen man sich in Tibet wähnt. Die Hauptstraßen der etwa 10000 Ew. zählenden Stadt sind belebte Basare. Man bietet Fremden gebutterten Tee an, in den Imbiss-Gaststätten gibt es momos, tibetische Nudeltaschen.
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