In Opatija und Umgebung kurte schon vor 120 Jahren die K. u. K. Hautevolee
Schützende Gebirgszüge umrahmen die gesamte Kvarner-Bucht. Von Nordwesten nach Südosten bescheren die Hänge von Učka, ćićarija, Kapela und Velebit der Bucht das milde, mediterrane Klima (13,8 Grad Jahresdurchschnitt), in dem Palmen und Lorbeerbäume, Agaven, Kiwis und Zitronen prächtig gedeihen.
Die Region wurde im Mittelalter vom kroatischen Fürstengeschlecht der Frankopanen beherrscht. Ihre Hinterlassenschaften - Kastelle, Paläste und Türme - sind die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten der Gegend. Kurz nachdem die Wiener Südbahn 1873 ihre Strecke Wien-Triest um eine Nebenlinie bis Rijeka erweitert hatte, wurden von den Österreichern die ersten Hotels in Opatija gebaut. Etwa zur gleichen Zeit finanzierten Ungarn und Tschechen elegante Domizile in Crikvenica; Kraljevica und Novi Vinodolski schlossen sich an. Vor allem als heilklimatische Winterkurorte wetteiferten Opatija und Crikvenica schon bald erfolgreich um die Gunst der höheren Gesellschaft, von Aristokratie und Geldadel bis zu Kaisern und Königen. Ein Hauch dieser alten, mondänen Welt haftet bis heute an den prächtigen Belle-Époque-Villen und herrlichen Parkanlagen, die nach und nach restauriert und zum Teil in luxuriöse Vier- und Fünf-Sterne-Herbergen umgewandelt wurden.


