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Hum

In der kleinsten Stadt der Welt sind nur wenige Häuser bewohnt

In der kleinsten Stadt der Welt (21 Ew.) 30 km nordöstlich von Pazin stehen heute nur noch zehn Häuser. Im Mittelalter zählte die Garnisonsfestung an der Grenze zwischen venezianischem und habsburgischem Besitz weit über 2000 Einwohner. Aber nicht nur wegen der alten Stadtmauern, des Stadttors und der romanischen Friedhofskirche mit Fresken aus dem 12. und 13. Jh. kommen die Besucher in den abgelegenen Ort. Mit typisch istrischen Spezialitäten wie Trüffelkäse oder süßen kroštule hat sich die Humska Konoba (Tel. 052/660005 €) vor allem bei einheimischen Feinschmeckern einen Namen gemacht.

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2 Stimmen

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erstellt von martin_F letztes Monat

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    Hum - Die «kleinste Stadt der Welt» in Istrien 16.07.2008 - Hum (dpa/tmn) - Steine, überall große, graue und quaderförmige Steine. Die einsamen Straßen sind wie leer gefegt, Blätter werden durch die Gassen gewirbelt, ein Windspiel klimpert am Eingang des einzigen Lädchens. Hum in Kroatien Der Besucher, der das stets geöffnete, hölzerne Stadttor durchschritten und Hum betreten hat, fühlt sich im ersten Moment nicht unbedingt heimelig zwischen den alten Häusern. Und doch ist dieser Ort eine der Touristenattraktionen in Norden von Istrien. Denn Hum gilt mit seinen 18 Einwohnern als kleinste Stadt der Welt. Zwischen 23 und 75 Jahren alt sind die Menschen, die hier leben. Nach vielen Jahren ist sogar wieder ein Baby unterwegs - was die Menschen in Hum durchaus freut, schließlich ist dann wieder etwas mehr Leben im Ort zu erwarten. «Im Winter und Frühjahr ist es schon sehr verschlafen hier und manchmal fast ein bisschen zu ruhig», sagt Ondina Medlag. Sie kam vor 32 Jahren mit ihrem Mann hierher, kaufte ein Haus und eröffnete das einzige Wirtshaus am Platz: die «Humska Konoba», eine Kneipe mit Steinterrasse und herrlicher Aussicht. Hier gibt es Trüffelgerichte - und einen viel gerühmten Mistelschnaps. Dessen Rezept wird streng gehütet und ist nur dem Pfarrer des Ortes bekannt. Ondina Medlag bereut es nicht, in das wild-romantische und hoch auf einem felsigen Hügel gelegene Hum gezogen zu sein. Allerdings ist sie - wie ihre Nachbarn - bisweilen genervt vom Rummel, der im Sommer über das winzige Städtchen hereinbricht: «Wissen Sie, wenn pro Tag mehr als 500 Menschen durch die Gassen laufen, dann ist das schon ein bisschen viel», sagt sie und streicht sich durch die grauen Haare. Gleichwohl braucht Hum das Geld der Touristen, denn zu arbeiten gibt es hier oben nichts. Neben der kleinen Galerie «Villa Sybilla» gibt es nur ein winziges Museum und das Lädchen, in dem es Mistelzweige, Tongefäße, Schnaps, Lavendelsäckchen und Postkarten zu kaufen gibt. Rund 14 Kilometer entfernt liegt die Gemeinde Buzet, zu der Hum gehört. Dorthin fahren die Bewohner, um in der Gastronomie oder bei Olivenbauern zu arbeiten - viel mehr gibt es auch dort nicht zu tun. Doch die Menschen, die in Hum leben, wollen es nicht anders: «Die meisten unserer Bewohner sind hier geboren oder leben zumindest schon sehr lange hier und möchten auch nicht mehr weg», erzählt der Bürgermeister Serdo Cinko. «Das Gemeinschaftsgefühl in solch einer kleinen Stadt ist natürlich sehr ausgeprägt - jeder hilft jedem.» Zu Cinkos Aufgaben gehört auch das Schlichten von Streit und die Verhängung von Strafen für Untaten - doch in einer Stadt mit nur drei Häuserreihen, einem kleinen Hauptplatz und einer Kirche nebst Glockenturm passieren nicht viele böse Dinge. Bis heute werden hier keine Häuser außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer gebaut. Solchermaßen geschützt vor äußeren Einflüssen, lässt es sich durchaus entspannt miteinander leben und in Ruhe einen Mistelschnaps trinken - wenigstens außerhalb des Sommers, wenn jeden Tag die Busse kommen.
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