Wer Granada nicht gesehen hat, hat nichts gesehen
„Quien no ha visto Granada, no ha visto nada“, heißt ein andalusisches Sprichwort. Wenn man nach einer Flamenco-Nacht in der versteckten Kellerbar El Nino de las Almendras den Sonnenaufgang am Mirador de San Nicolas genießt und dabei die rötlichen Festungsmauern der Alhambra bestaunt, ist man gewillt zuzustimmen: Wer Granada nicht gesehen hat, hat nichts gesehen. Die Alhambra, einer der bedeutendsten islamischen Profanbauten, thront als Wahrzeichen auf einem Hügel über der Stadt. Ein Spaziergang durch die Gärten und die bis zu 800 Jahre alten Paläste der Anlage ist absolut sehenswert. Der Albayzin, ein Stadtviertel am Nachbarhügel, stammt ebenfalls aus der Zeit der Mauren und war lange Zeit das Viertel der Gitanos (Roma). Ihre Musik, der Flamenco, wird heute in unzähligen Veranstaltungen kommerziell ausgeschlachtet, ist aber noch immer ein essentieller Bestandteil der Alltagskultur. Nur für die Gitanos selbst scheint immer weniger Platz zu sein.
Abends platzen die Tapas-Bars der Stadt aus allen Nähten. Tapas gibt es zwar in ganz Spanien, in Granada werden diese allerdings gratis zum Getränk mitgeliefert. Zu später Stunde geht’s dann ab in einen der unzähligen Clubs der Stadt rund um die Calle Elvira oder an einen öffentlichen Platz, wo meist bis spät in die Nacht gefeiert wird. Wer es ruhiger haben möchte, dem sei ein Ausflug in die Umgebung der Stadt empfohlen: Die Gipfel der Sierra Nevada locken ebenso wie das romantische Gebirgstal der Alpujarras oder der Nationalpark Cabo de Gata an der Küste, in dem mehrere versteckte, einsame Buchten zu erkunden sind.

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