Ein berüchtigtes Piratennest avancierte zu einem der bedeutendsten Häfen Spaniens.
Schon im Mittelalter wurden große Mengen an Waren verschifft, heute sind es hauptsächlich Erze, Fische und Früchte. In Almería (170000 Ew.) trieben es übers Meer einfallende Seeräuber und an Land agierende Legionäre ziemlich bunt. Die Stadt wurde erobert, verloren, zurückerobert, wieder aufgegeben und unterschiedlichen anarchischen Reichen einverleibt.
Von der wilden Zeit sind manche festungsartigen Gebäude bis heute erhalten - selbst die Kathedrale war nicht nur eine feste Burg Gottes. Den Prunk der Orte an der westlichen Costa del Sol kann Almería nicht vorweisen, doch überall reizt die Stadt zu Entdeckungen. Man spürt die vielen Schichten konservierter Geschichte. Die älteren Stadtteile unterhalb der Alcazaba haben besonders malerische Gassen. Viele tragen Namen von Philosophen wie Sokrates und Seneca.
Eine Augenweide sind die kleinen Plätze. Bar reiht sich an Bar, Almería pflegt exzessiv die Tapakultur. Die leckeren Happen bestehen hier, im Unterschied zu Granada, überwiegend aus Meeresfrüchten. Ein Streifzug durch Almerías Kneipen gehört zu den schönsten Ausgeherlebnissen in ganz Andalusien!
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