In den schroffen Bergen des Nordwestens kann man bunt gekleidete Bergvölker erleben
Sa Pa wurde von den Franzosen vor rund 100 Jahren als Luftkurort mit Militärsanatorium ausgebaut. Hübsche Villen, burgähnliche Landhäuser und eine Kirche zeugen von der Kolonialepoche.
Obwohl Sa Pa (38000 Ew.) so abgelegen und der kälteste und nebligste Ort in Vietnam ist (beste Reisezeit: September bis November), hat es sich zu einem trubeligen und an Wochenenden regelrecht überlaufenen Touristenort entwickelt.
Das Städtchen verteilt sich in hügeliger Lage auf einer Höhe von 1560 m zu Füßen des oft von Wolken verhüllten Berges Fan Si Pan (Phan Si Pang) und der Alpenkulisse der Hoang-Lien-Son-Bergkette. Attraktionen sind vor allem die herrliche Berglandschaft und die Bergvölker mit ihren bunten Trachten. Zu den Traditionen der Bergvölker gehören das Bauen von Pfahlhäusern, der Glaube an Naturgeister, das Betelnusskauen, das Schwärzen der Zähne und das Rasieren der Augenbrauen. Nicht alle tragen heute noch ihre farbenprächtigen, bestickten Trachten und den schweren Silberschmuck - meist nur noch die Frauen, oft nur an Festtagen und auf dem Wochenendmarkt.
Nach Lao Cai (37 km nordöstlich von Sa Pa) kann man auf der 1922 verlegten Bahnlinie anreisen, z.B. mit dem eleganten Victoria Express (Fahrzeit 8-9 Stunden Rückfahrticket ab ca. 87 Euro http://www.victoriahotels-asia.com). Es verkehren auch tägliche normale Züge; weiter nach Sa Pa fahren öffentliche Busse oder Touristenbusse.
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Sapa Information
Quellen:
Marco Polo Reiseinfos
Bergdörfer und Wasserfälle
Einfache Wanderungen über Hängebrücken und durch terrassierte Reisfelder führen ins Umland, z.B. zu dem in einem Bambuswald herabrauschenden Cat-Cat-Wasserfall (ca. 3 km westlich) und zum „Silberwasserfall“ Thac Bac (ca. 10 km westlich), der aus etwa 100 m Höhe in drei Absätzen herabfällt. Auf den Wanderungen durchquert man die Dörfer der Bergvölker, wo man auch übernachten kann - z.B. in Ta Phin (Dorf der Roten Dao) -, oder man spaziert durch das schöne Ta-Van-Flusstal bis ins Dorf Ta Van. Im nahe gelegenen und daher viel besuchten Dorf Cat Cat kann man den Hmong-Frauen beim Weben und Sticken über die Schulter schauen. Blaue Röcke und turbanartige Kopfbedeckung sind charakteristisch für die Hmong-Kleidung, die noch selbst hergestellt und mit Indigo gefärbt wird.
Der Wochenendmarkt zieht jeden Samstag unzählige Besucher an. Doch auch während der Woche findet dieser Markt mit den Angehörigen der Bergvölker statt, wenn auch etwas kleiner und weniger voll. Und auch in der Umgebung gibt es an anderen Tagen ebenso bunte Märkte. Vorwiegend Frauen und junge Mädchen der Schwarzen Hmong tummeln sich Tag für Tag in den Straßen und Gassen von Sa Pa und versuchen, ihre handgestickten Waren an die Touristen zu verkaufen - mit sehr geschäftstüchtiger Taktik und sehr gutem Englisch und Französisch.
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