Urlaub machen, wo - tatsächlich! - der Pfeffer wächst: Die größte Insel Vietnams liegt nahe der kambodschanischen Grenze.
Das Terrain für zahllose Luxusresorts ist kilometerweit abgesteckt. Auf Erkundung warten 40 km Strände mit Kokospalmen vor einer Dschungelkulisse, vor allem an der Südostküste. Wo heute noch die Propellermaschinen aus Saigon in der Inselhauptstadt Duong Dong landen, soll in wenigen Jahren ein neuer internationaler Flughafen Gäste aus ganz Asien empfangen. Geplant sind vier Golfplätze, ein Kreuzfahrtpier und ein Kasino. Phu Quoc soll das vietnamesische Phuket werden, mit 2-3 Mio. Urlaubern im Jahr. Doch die Beach Road am Bai-Truong-Strand ist trotz der rund 20 Hotels und Bungalowdörfer inklusive „German Biergarten“ noch immer ungeteert und nicht selten eine einzige rote Staubwolke oder Schlammpiste.
In der Wintersaison gibt es tgl. vier Flüge von Saigon, von Rach Gia tgl. einen Flug und mehrere Speedboote nach Phu Quoc. Nicht zu empfehlen sind die spottbilligen Fähren ab Ba Hon/Ha Tien - sie sind vor allem in der Regenzeit gefährlich und teils illegal.
Phu Quoc Reiseführer zuletzt geändert von marcopolo
Phu Quoc heißt übersetzt „99 Berge“. Allerdings sind die bis zu 603 m hohen Inselberge im Nationalpark im Norden derzeit noch militärisches Sperrgebiet. An der Schotterpiste an Ost- und Nordküste spenden haushohe Baumriesen Schatten, und Grillen lassen die grüne Regenwaldkulisse wie einen pfeifenden Wasserkessel klingen. Bei der Rundtour um Nationalpark und Insel erblickt man am Nordwestzipfel Phu Quocs beim Fischerort Ganh Dau die 4 km entfernte Küste Kambodschas mit der Insel Ses.
Der Bai Truong (Long Beach) an der Westküste südlich von Duong Dong ist eine rund 20 km lange, goldgelbe, palmenbestandene Sandpiste, die sich bis zum Fischerhafen An Thoi an der Südspitze der Insel erstreckt. 4 km sind bisher mit Bungalowanlagen und Hotels erschlossen - fast der einzige Platz in Vietnam für Sonnenuntergänge am Strand. Der schön geschwungene Bai Ong Lang (nördlich von Duong Dong) hält einige Kilometer Abgeschiedenheit mit felsigen Abschnitten bereit. Der wunderschöne Bai Sao mit schneeweißem Pulversand und Palmen liegt im tiefen Süden nahe An Thoi.
Die Fischer in An Thoi oder Ausflugsboote der Hotels (ab Bai Truong) bringen Touristen zu den vorgelagerten Inseln zum Schnorcheln und Tauchen, etwa zur Schildkröteninsel Hon Doi Moi im Norden (am besten schnorchelt es sich am Strand Bai Vung Bau) und zum winzigen An-Thoi-Archipel im Süden mit Korallenriffen im kristallklaren Wasser. Die Tauchgründe zählen zu den besten in Vietnam, mit Sichtweiten von bis zu 50 m (Okt.-April).
Die Rainbow Divers bieten in der Tauchsaison PADI-Kurse an. Büro in Duong Dong am Anfang der Tran Hung Dao/Beach Rd. oder abends im Rainbow Restaurant (südlich vom Tropicana Resort am Bai Truong)
Man kann Wanderausflüge zu einigen kleinen Wasserfällen und Quellen im Südosten von Duong Dong machen, z.B. zur Quelle Suoi Tranh, außerdem zu Höhlen und Pfefferplantagen. Die beste Zeit für Inselexkursionen ist die Trockenzeit im Winter.
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