Im Land der Malaien. Kultur, Moral und Religion sind den gastfreundlichen Bewohnern besonders wichtig
Obwohl der Islam Staatsreligion Malaysias ist, dominiert er nur an der Ostküste mit ihrer hohen malaiischen Bevölkerungsdichte. Der nördlichste Staat Kelantan wird von der Islamischen Partei regiert, deren Versuch, das islamische Strafrecht einzuführen, bislang nur an der Bundesregierung scheiterte. Dennoch ist die Situation vergleichsweise entspannt. Frauen bedecken zwar ihr Haar mit dem Tudung, aber sie tragen auch nach wie vor farbenfrohe Batikstoffe und geben sich selbstbewusst offen. In chinesischen Kneipen wird sogar Alkohol serviert. Wer sich an die Kleidersitten hält, erlebt die Menschen der Ostküste als gastfreundlich und herzlich, vor allem in den vielen kleinen Dörfern (Kampongs) mit den hübschen Holzhäusern. Hier fahren die Malaien seit Generationen als Fischer zur See und pflanzen im Hinterland Reis, Kautschuk und Tabak.Der Staat Terengganu, südlich von Kelantan liegend, ist in den letzten Jahrzehnten durch Erdöl reich geworden. Weiter im Süden dehnt sich Pahang über die zentrale Gebirgskette bis in den Westen aus. Ganz im Süden führt von Johor Bharu, der touristisch uninteressanten Hauptstadt Johors, eine Brücke zum Inselstaat Singapur. Während der Regenzeit (November bis Februar) sollte man die Ostküste allerdings meiden. Freitag ist der moslemische Sonntag. Alle Ämter und viele Geschäfte sind deshalb geschlossen.

