Fern von der Turbulenz des Südens ist Balis Osten ruhiger und nicht so touristisch. Auf der Fahrt von Denpasar nach Candi Dasa ist ab Klungkung eine deutlich schwächere Besiedlung zu erkennen. Der Weg führt an grasbewachsenen Hügeln vorbei, auf denen vereinzelt Palmen stehen. Candi Dasa gehört zum Regierungsbezirk Karangasem, der vom Vulkan Gunung Agung und seinen Ausläufern beherrscht wird.
Von Manggis über Sengkidu bis Candi Dasa finden sich preiswerte Hotels. Kurz nach der Abzweigung nach Tenganan beginnt das eigentliche Candi Dasa. Es ist kein gewachsener Ort, sondern eine Ansammlung von kleinen Losmen, Shops und Restaurants, die in den 1990er-Jahren entstanden sind. Ursprünglich gab es hier nur zwei kleine Tempel, die über die von Palmen gesäumte Lagune hinweg zum Meer ausgerichtet sind. Der Strand ist durch den Korallenabbau vor der Küste nach und nach verschwunden. Um die Brandung zu stoppen, wurden Ende der 1980er-Jahre Betonmolen ins Meer gebaut.
Das Badevergnügen direkt in Candi Dasa ist stark eingeschränkt. In den kleinen Buchten vor und hinter dem Hauptort aber kann man noch gut schwimmen, am besten in der kleinen Bucht bei Manggis, in der das Alila-Hotel liegt. Die Sonnenuntergänge sind in dieser Bucht besonders beeindruckend: Hinter den Hügeln im Westen verfärbt sich der Himmel in violettrosa- und leuchtend orangefarbenen Tönen. Für Ausflüge in die Umgebung Ostbalis ist dieser Küstenstreifen ein guter Ausgangspunkt.
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