Bangli (30 000 Ew.) ist eine kleine, verschlafene Stadt 25 km nördöstlich von Ubud. Belebt ist sie nur an Markttagen (alle drei Tage) und an Festtagen, doch Feste gibt es hier viele. Bangli ist eine alte Stadt, schon 1204 wurde sie urkundlich erwähnt. Einst war sie Sitz eines mächtigen Fürstentums, das als einziges der großen Raja-Reiche keinen Zugang zum Meer hatte, dafür aber den großen See Batur zu seinem Reich zählte. Im ehemaligen Palast ist ein kleines Hotel eingerichtet. Heute ist Bangli die Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks. Sehenswert ist vor allem der Pura Kehen, einer der sechs Reichstempel. Er liegt nordöstlich des Zentrums und ist ein siebenstufiger Terrassentempel, der schon im 11. Jh. gebaut wurde. 38 Stufen führen zu dem gedeckten Tor (candi kurung), über dem ein Kala-Dämon, eine löwenähnliche Maske, wacht. Der Tempel liegt zu Füßen des Bukit Bangli. In einer halben Stunde ist man auf dem Gipfel des Hügels und hat einen wunderbaren Blick zum Gunung Agung. Nicht weit vom Tempel befindet sich das Sasana Budaya Art Center, in dem viele Tanzaufführungen stattfinden. In Bangli gibt es nicht nur eines der großen Gamelans, hier werden auch verschiedene Arten des Baris-Tanzes gezeigt. Es lohnt sich, in Bangli ein paar Tage zu bleiben, denn nicht nur kulturell hat Bangli viel zu bieten. Die Gegend mit ihren Reisterrassen und Wäldern lädt auch zu zahlreichen Spaziergängen ein.
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