Luxor, Homers Theben mit den hundert Toren, hat eine unglaubliche Fülle von Sehenswürdigkeiten
Luxor gleicht einer Bühne, auf der ganz grundverschiedene Schauspieltruppen aufeinander treffen.
Die alten Pharaonen, die es nie unter der Ewigkeit machten und damit bis heute Erfolg haben, Millionen von Touristen aus aller Welt, Amerikaner, die fließend Hieroglyphentexte lesen können, aber kaum etwas über das Land wissen, in dem sie sich gerade befinden, Japaner in großen Gruppen, europäische Studenten, die sich mit dem Taxifahrer um Geld streiten - und dazwischen die neuen Ägypter, die auf schnellen Profit aus sind und einem überall verstohlen "only today" oder "nur gucken" zuraunen. Jede Schauspieltruppe hat ihre eigene Dekoration mitgebracht, gewaltige antike Tempel, McDonald's und kitschige Souvenirstände. Luxor ist ein bizarres Welttheater.
Während es fast überall im Land ausreicht, sich einen Tag lang treiben zu lassen, um am Abend die netten Begegnungen, Einladungen oder manchmal gar Freundschaften nicht mehr an einer Hand abzählen zu können - in Luxor müssen Sie sich selbst zielgerichtet um ungestörten Genuss kümmern. Ein paar Regeln: Taxifahrer, Souvenirverkäufer Kaleschen- und Pferdekutscher ununterbrochen ignorieren, wenn Sie nichts kaufen wollen oder nicht auf eine Kutschfahrt aus sind. Besuchen Sie die Tempel auf der Ostseite des Nils am späten Nachmittag.
Luxor hat 350000 Einwohner, die überwiegend vom Tourismus leben. Der Name ist vom arabischen Wort für "die Paläste" abgeleitet: Al-Uqsur. Mit der Vereinigung von Ober- und Unterägypten zum Neuen Reich etwa 1500 Jahre v. Chr. wurde der Ort Hauptstadt, mit dem Namen Waset. Aus dem Griechischen stammt die Bezeichnung Theben. Homer schwärmte von ihm als "hunderttoriges Theben". Auf der Ostseite des Nils sind die zwei großen Tempelanlagen erhalten, der Tempel von Luxor und der Karnak-Tempel. Direkt vom Luxor-Tempel aus verläuft Richtung Osten zum Bahnhof die Sharia Al-Mahatta, eine Hauptachse der Innenstadt. In den Vierteln zu beiden Seiten finden Sie etliche Billighotels, günstige Restaurants und Imbisse und Richtung Norden den Basar in der Sharia Al-Souq, der 2007 komplett umgebaut wurde.
Zum Westufer fahren mehrere Fähren. Seit einigen Jahren gibt es auch eine Brücke 8 km südlich. Die einzelnen Stätten der Nekropole von Theben, das Tal der Könige, das Tal der Königinnen, das Ramesseum, die Memnonskolosse, der Tempel der Hatschepsut und andere liegen jeweils einige Kilometer auseinander. Sie können die Strecke mit dem Taxi (Tagespreis ab 100 £E) oder dem Fahrrad zurücklegen. Seit September 2007 ist die gesamte Uferpromenade eine einzige große WLAN-Zone....

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