Alexandria, die einstige Perle am Mittelmeer, und die Oase Siwa, die Insel der Glückseligen, liegen nur wenige Autostunden voneinander entfernt
Nördlich von Kairo verzweigt sich der Nil in zwei Hauptarme, die, bevor sie ins Mittelmeer fließen, den mitgeführten fruchtbaren Schlamm ins Delta spülen.
Unzählige Nebenarme und Kanäle bewässern ein Gebiet, das ohne Übertreibung als der Garten Ägyptens bezeichnet werden kann. Reisende durchfahren das Delta vor allem auf dem Weg nach Alexandria. Die Stadt am Mittelmeer, die Alexander der Große 332 v. Chr. gründete, gibt es mindestens zweimal: einmal als Mythos und einmal in der Wirklichkeit. Ihr Name klingt, als könnte man es gar nicht vermeiden, zu ihrer Beschreibung Wörter wie Ambiente und Flair zu verwenden. Er klingt nach großer Historie und zugleich nach mediterraner Strandpromenade, auf der die Hautevolee Europas und des Orients flaniert.
Das wirkliche Alexandria von heute, das die Ägypter Al-Iskanderiyya nennen, ist eine stattliche Industriestadt, die etwa 6 Mio. Einwohner hat. Man erreicht sie aus Kairo mit dem Zug oder dem Reisebus, der die Wüstenautobahn nimmt.

