Chiles nördlichste Stadt (175 000 Ew.) liegt nur 18 km von der Grenze zu Peru (zu dem es bis 1880 gehörte) entfernt. Über ihren Hafen verschifft Bolivien, seit es im Salpeterkrieg (1879-84) den eigenen Zugang zum Meer verlor, einen Teil seiner Erzexporte. Der Ort hat schon bessere Zeiten gesehen, so z. B. als im 16. bis 18. Jh. die Silberschätze aus Potosí von Maultierkarawanen nach Arica gebracht und auf spanische Karavellen geladen wurden, und als Anfang des 20. Jhs. der Salpeterboom und die Eisenbahn nach La Paz (1913) für Aufschwung sorgten. Heute mischt sich träges Hafenambiente mit dem leicht verlotterten Flair einer Grenzstadt, die ihre Unansehnlichkeit hinter Palmen und Hibiskussträuchern zu verstecken sucht. Über allem thront der Morro, Aricas gelbbrauner Stadtfelsen, den die Chilenen 1880 erstürmten und dessen Aussichtsplattform einen schönen Überblick über Stadt und Hafen gestattet.
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