Die Bandbreite und Qualitätsspanne des US-amerikanischen Essens ist sehr groß.
Ähnlich wie in Deutschland ist billiges Essen, dass man auf die Schnelle erwirbt, meist fettig und kalorienreich. Dies fängt beim Frühstück an, bei dem es Speck, Würstchen und Kartoffeln gibt, Pfannkuchen mit Ahornsirup (gelegentlich auch andere Siruparten) oder French Toast, das heißt warmes Toastbrot, das in Ei gebraten ist. Auch Speisen mit Eiern findet man in allen Variationen. Die Portionen sind mehr als ausreichend. Da man in den vielen Motels kein Frühstück vorfindet, gibt es eine Vielzahl von Cafes und Restaurants, wo man ein reichhaltiges Frühstück genießen kann. Die Preise liegen zwischen 5 und 12 Dollar (inklusive "bodenlosem" Kaffee - Free Refill). Die meisten Amerikaner essen selten so ein Frühstück. Es ist üblicher, dass man ein Bagel, Muffin oder Cornflakes isst. Deshalb ist das "typisch US-amerikanische" Essen (besonders in Großstädten) oft schwierig zu bekommen.
Wer die US-amerikanische Nationalküche mit Fastfood wie Hamburgern, Hotdogs oder Pizza verwechselt, hat nur einen oberflächlichen Blick in das Land getan. „Die US-amerikanische Küche“ besteht aus einer Vielzahl von Regionalküchen wie z. B. der Südstaatenküche, der Cajun-Küche und der Tex-Mex-Küche, die häufig auch in Restaurants angeboten werden, ihren eigentliches Standbein jedoch in der Familienüberlieferung und damit in privaten Haushalten haben.
Die USA sind außerdem eines der bedeutendsten Einwanderungsländer der Erde. Da viele Ausländer ihre Existenz in den USA mit einem Restaurant begründen, findet man in der US-amerikanischen Gastronomie eine erhebliche Bandbreite ethnischer Küchen, d. h. nicht nur italienische, griechische, mexikanische oder chinesische Küche, sondern z. B. auch japanische, koreanische, vietnamesische, laotische, eritreische, polnische oder karibische Küche. Sie können von ethnischer Küche in den USA auch größere Authentizität erwarten als von ethnischen Restaurants in deutschsprachigen Ländern, deren Küche häufig sehr stark auf die Erwartungen des Gastlandes zugeschnitten ist. Grundsätzlich gilt jedoch, dass in den USA auch ethnische Küche, wenn sie billig angeboten wird, häufig aus billigen Zutaten und zu fett zubereitet ist.
Fast Food ist bei US-Bürgern und bei deutschsprachigen Touristen eine sehr übliche Wahl für unterwegs. Die meisten Amerikaner essen nicht so oft bei McDonald's und Burger King, sondern bei Subway, Panera, Culver's, Hardee's, etc.
Durchschnittlich trinken US-Bürger 600ml Cola oder ähnliche nicht alkoholische Getränke (Soda, Softdrinks) am Tag. Oft wird in Restaurants ein Refill angeboten, d.h. man kauft einen Softdrink und dieser wird dann beliebig oft vom Personal nachgefüllt. Man bekommt meist bei allen Restaurants Leitungswasser gratis, sollte aber speziell danach fragen (tap water, plain water), besonders als Tourist bekommt man sonst eine (evtl. teure) Flasche Mineralwasser. Anzumerken ist allerdings, dass US-amerikanisches und kanadisches Wasser je nach der Region mehr oder weniger stark chloriert ist - wer also empfindlich auf "Freibadwasser" reagiert, sollte sich unterwegs mit reichlich Mineralwasser eindecken.
US-Amerikanisches Bier schmeckt wenigen Deutschen, aber auch viele US-Bürger sind nicht stolz darauf. Deshalb sind Biere wie beispielsweise Warsteiner, Beck's, Heineken oder Bitburger bekannt und vielerorts in Supermärkten anzutreffen. Viele Deutsche bevorzugen in den USA mexikanische Biersorten wie Corona. In der USA darf unter 21 Jahren kein Alkohol konsumiert werden - dies gilt auch für ausländische Urlauber. Trinken von alkoholischen Getränke in der Öffentlichkeit ist weitgehend verpönt, wenn nicht sogar verboten. Man sollte sich bei Einheimischen erkundigen, wie öffentlicher Alkoholkonsum jeweils gehandhabt wird.
Im Restaurant
In ein Restaurant geht man in den USA nur zum Essen. Den üblichen Ausklang des Essens wie in Europa kennt man in den USA nicht. In der Regel wartet man am Eingang, bis einem der Ober einen Tisch zuweist. Man kann dies ablehnen und einen anderen Tisch verlangen. Jedoch wird man mit zwei Personen den großen Tisch für 6 Personen nicht bekommen. Eventuell wird man auch erst an die Bar gebeten, wenn noch kein Tisch frei ist. Nach dem Essen wird einem unaufgefordert die Rechnung gebracht, da die Restaurants darauf angewiesen sind, die Tische möglichst oft wieder zu besetzen. Als Trinkgeld werden etwa 15-20 % des Rechnungsbetrags erwartet, da die Bedienung im Essenspreis nicht eingeschlossen ist. Es ist oft üblich, dass der "Tip" (Trinkgeld) bereits auf der Rechnung enthalten ist.
In vielen Restaurants ist das Rauchen entweder ganz verboten oder nur in kleinen Bereichen erlaubt, da in vielen Bundesstaten das Rauchen in öffentlichen Gebäuden (Restaurantes und Bars sind ebenfalls öffentliche Gebäude) verboten ist
Ungewohnt, aber oft lohnend, sind die 'Buffet-Restaurants'. Hier gilt 'All you can eat'. Man zahlt den Eintritt und ein Getränk um sich dann durch das oft reichhaltige Essensbuffet zu arbeiten. (Dieser Eintritt lag 2003 in South Carolina zwischen ca 7$ und 19$.)