Schon die etwa anderthalbstündige (Bus-)Fahrt von Calama nach San Pedro de Atacama stimmt den Besucher auf die biblische Landschaft ein. Man fährt durch eine steinig-staubige, graugelbe, manchmal rötlich glitzernde Wüste, in der Luftspiegelungen geisterhafte Seen entstehen lassen. Bald zeigen sich die schneebedeckte Andenkette im Osten und voraus die grellweiß glänzende Fläche des Salzsees von Atacama.
San Pedro de Atacama ist ein beliebter Fluchtpunkt für wüstensüchtige Aus- und Umsteiger aus Europa geworden. Das attraktive Oasendorf (2000 Ew.) gruppiert seine gedrungenen Lehmziegelhäuser um die schöne, weiß gekalkte Kirche im Kolonialstil mit einer Decke aus Kakteenholz im schlichten Inneren. Wer Glück hat, kommt zu einem der Heiligenfeste mit Tänzen und Prozessionen in die Flussoase. Zwei Dutzend Reiseveranstalter bieten Touren in die Umgebung an. Auf der Hauptstraße Caracoles liegen mehrere Kunstgewerbeläden neben zahllosen Lokalen im Adobestil, wo man abends romantisch am Feuer sitzen und stimmungsvoll essen kann.
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