Traditioneller Badeort für ticos, Hauptstadt (100 000 Ew.) der gleichnamigen großen Provinz, bis zum Ausbau von Puerto Caldera (17 km südlich) wichtigster Pazifikhafen des Landes. Puntarenas, groß geworden durch den Kaffeehandel, erstreckt sich über eine 6 km lange Landzunge in den Golf von Nicoya und schließt die Lagune und Bucht El Estero im Süden ab. Das schwüle, subtropische Klima begünstigt den Anbau von Reis, Bananen und Kokospalmen, für die Puntarenas noch heute Umschlagplatz ist. Einheimische vergleichen diesen Urlaubsort, in dem alljährlich Miss Costa Rica, die »Tica Linda«, gewählt wird, gerne mit Acapulco, doch das Wasser um Puntarenas ist nicht das sauberste, und die meisten ausländischen Touristen zieht es weiter zu den Sandstränden des Südens, mit der Fähre auf eine der vielen Inseln im Golf von Nicoya oder auf die Halbinsel Nicoya. An der Südseite der Stadt liegt ein langer Strandabschnitt, hier haben die Einheimischen ihre Wochenendhäuser, hier liegen die Boote. Dennoch: Mit dem Wohlstand ist es vorbei, denn der Hafen Caldera macht jetzt den Umsatz. Ganze Häuserblocks zeigen Anzeichen von Verfall, neue Arbeitsplätze erhofft man sich vom aufkeimenden Tourismus.
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