200 Kilometer Einsamkeit - Karibisches Lebensgefühl prägt die Atlantikküste mit ihren Tropenwäldern
Knallbunte Holzhäuser auf Stelzen, menschenleere Strände mit Pelikanen und Fregattvögeln, Einsamkeit, Fischerkähne unter Palmen, Geruch nach Meer und Kokosnuss. »Hey Man« wird Touristen schon mal nachgerufen, wenn sie in die kleinen Siedlungen an der schwülen Karibikküste reisen, Auftakt für weitere Gespräche. Während im übrigen Costa Rica 98 Prozent der Bevölkerung hellhäutig sind, leben in der Provinz Limón ein Drittel Schwarze, Nachkommen der für die Arbeit auf den Plantagen und den Eisenbahnbau von den Westindischen Inseln geholten Menschen. Viele sprechen einen englischen Dialekt, der auf Jamaika gebräuchlich ist, die Wörter haben einen weichen, ungewöhnlichen Klang. Nicht nur die Sprache, auch der Lebensstil unterscheidet sich hier vom übrigen Land - Musik, Küche und Wohnstil sind karibisch geprägt. Die Provinz ist schwach besiedelt, nur 300 000 Menschen bewohnen die 200 km lange Atlantikküste.

