Eine schöne Kolonialstadt
Obwohl schon lange kein Geheimtipp mehr, treffen sich in dem geruhsamen Kolonialstädtchen (90 000 Ew.) nach wie vor Rucksackreisende aus aller Welt. Dazu gesellen sich zahlreiche Reisegruppen, denn San Cristóbal ist Anlaufstation in vielen Rundreiseprogrammen. Trotz des florierenden Besucherstroms hat die Stadt fast nichts von ihrer ursprünglichen Atmosphäre eingebüßt: eine überall präsente indianische Bevölkerung in ihren farbenprächtigen Trachten, durchweg mildes Klima (allerdings mit kühlen Nächten) und weiß gekalkte, einstöckige Häuser mit roten Tonziegeln und wuchtig abweisenden Holztüren, dazwischen koloniale Herrenhäuser und barocke Kirchen. Das nicht weit von der guatemaltekischen Grenze in einem hoch gelegenen Tal versteckte San Cristóbal mag zwar für manche am »Ende der Welt« liegen, doch lädt es jeden zum Verweilen ein.


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