Romantische Bergwerksstadt von feiner Ausstattung
Von Zeitungen in aller Welt gepriesen: Guanajuato, eine der schönsten kolonialen Städte des Landes, inmitten eines Tals in über 2000 m Höhe gelegen. Zur Atmosphäre der Universitätsstadt (150 000 Ew.) tragen kleine plazas, ein Gewirr enger Gassen mit altem Kopfsteinpflaster und steiler Treppen sowie bunt gekalkte Hausfassaden bei. Durch ein trockengelegtes Flussbett wie durch ehemalige Minenschächte schlängeln sich unterirdische Straßen - überbaut und auch durch die Felsen gesprengt. Am besten fährt man mit dem Taxi vom Stadtrand zum zentralen Platz durch die düster-romantischen Straßen.
Wesentlich besser als in diesen El Subterráneo genannten Gassen ist die Luft im Callejón del Beso. In diesem engen »Gässchen des Kusses« hätten sich Romeo und Julia von Balkon zu Balkon küssen können - so eng stehen die Häuser in dieser pittoresken Straße beisammen. Das ganze Jahr über geben Musiker ihr Stelldichein am Pavillon des Zentralplatzes, in Guanajuato Jardín de la Unión genannt. Auch lebt die Tradition der estudiantes, studentischer Musikgruppen, die sich nach Sonnenuntergang formieren und singend und spielend durch die Gassen marschieren.
Die Stadt ist eine Schatzkammer an Kirchen und kolonialen Gebäuden, Überbleibsel des ehemaligen Reichtums: Die Spanier hatten hier mehrere große Silberminen entdeckt. An die Bergwerkstradition erinnern die auf vielen Plätzen als Pflanztröge aufgestellten Loren mit Blumen und Lorbeerbäumen.


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