Das moderne Mekka im Amazonas
[Jennifer Frota] Das ganze Jahr hindurch ist es in Manaus, der Hauptstadt des Staates Amazonas, heiß und feucht. Die Stadt überrascht mit einem eleganten Stadtzentrum voller Gegensätze: neben dem kunstvollen Opernhaus findet man kleine Treffpunkte am Ufer, wo Einheimische und Touristen es sich beim regionalen Gaumenschmaus gut gehen lassen. Man genießt den Tambaqui Fisch, der in Bananenblättern gebraten wird, und den Pirarucu, einen großen Süßwasserfisch, der fast zwei Meter lang werden kann. Manaus liegt im Amazonasbecken inmitten des Dschungels am Ufer des Rio Negro, der sich hier mit dem Rio Solimões zum Amazonas vereinigt. Kleine Boote bringen Touristen zu diesem beeindruckenden Zusammenfluss: Die beiden Flüsse haben unterschiedliche Farben - der eine gelb, der andere schwarz - und fließen lange nebeneinander her, bevor sie sich schließlich vermischen. Der belebte Hafen, Hauptumschlagsplatz für den Handel im gesamten oberen Amazonasgebiet, ist Anlaufpunkt für die unterschiedlichsten Wasserfahrzeuge bis hin zu großen Ozeandampfern. Manaus ist eine Freihandelszone - Besucher können importierte Luxusartikel zollfrei kaufen. Die vielen Parks und Museen sind zudem gut mit dem Bus erreichbar. Bei Touristen beliebt sind auch kleine Bootsausflüge, unter anderem nachts, um Alligatoren zu entdecken. Zum öffentlichen Nahverkehr gehören auch doppelstöckige Boote, mit denen Besucher die umliegenden Dörfer besuchen oder zurück in den Süden nach Rio de Janeiro fahren können. Umgeben ist die Stadt von üppigem Regenwald, der den Eindruck vermittelt, er könne die Stadt in Blitzeseile verschlingen - wenn er nur wollte.

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