Eine Fahrt nach Cachi (150 km südwestlich von Salta) durch die fruchtbaren Valles Calchaquíes, die heiligen Täler, wie sie die Indianer nennen, führt durch eine bizarre Bergwelt mit malerischen Indianerdörfern, in denen Chilischoten angebaut und Ziegen gezüchtet werden. Bunte Erzgebirge, sattes Grün in den Tälern und knallrote Chilischoten, die an den Hängen zum Trocknen ausgelegt werden, beleben die stille Bergwelt. Zu den Höhepunkten der Reise gehört ein Besuch im Parque Nacional Los Cardones. Der Nationalpark beherbergt riesige Kandelaberkakteen. Diese cardones blühen erst im Alter von 40 Jahren und sind bei den Indianern wegen ihrer süßen Früchte und des widerstandsfähigen Holzes beliebt. Hier steht das inzwischen selten gewordene Vikunja, ein besonders wolliges Lama, unter Naturschutz.
Dem Nationalpark schließt sich die Recta Tin Tin an, ein Wegabschnitt, der mit der alten Inkastraße nach Cuzco übereinstimmt. Die einzige Abzweigung nach Westen auf diesem Abschnitt führt über Chiclantás ins kleine Dorf Molinos, wo Sie den biodynamischen Weinanbau der Bodega Colomé besuchen können. Neun Zimmer stehen für Übernachtungsgäste bereit (Ruta Provincial 53 km 20 €€€). Schließlich beginnt die Straße am Zusammenfluss des Río Calchaquí und des Río Cachi in Serpentinen zum alten Städtchen Cachi abzusteigen. Hier am Fuß des Nevado de Cachi (6380 m) wohnten schon vor der spanischen Eroberung die Chicuanaindianer. Ihre Nachfahren nahmen den katholischen Glauben an. Die Decke der kleinen Kolonialkirche San José ist vollständig mit Kaktusholz ausgekleidet. Nach Cachi fahren täglich Busse von Salta aus. Wer übernachten möchte, findet 33 Zimmer in der Hostería Sol del Valle-ACA (Ruta Nacional 40 km 1237 €-€€), wo auch das einzige Restaurant untergebracht ist.
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