Malargüe ist eine Stadt im gleichnamigen Departamento (22.942 Einwohner auf 41.317 km²) im Süden der Provinz Mendoza in Argentinien. Sie liegt etwa 420 Kilometer südlich von Mendoza und 180 km südwestlich von San Rafael. Schotterstraßen führen nach Süden (Chos Malal) und über den Paso de Pehuenche nach Talca in Chile.
Im Gebiet von Malargüe wurden alle ursprünglichen Bewohner, die Puelches und Pehuenches, in den 1870er-Jahren während der Wüstenkampagne ausgerottet. Der Ort wurde 1886 gegründet, das Departamento wurde 1950 unabhängig von San Rafael. Das älteste Zeichen der landwirtschaftlichen Entwicklung ist die Mühle Rufino Ortega von 1878. Im Jahre 1932 endet ihre Tätigkeit und die gesamte Landwirtschaft durch den Ausbruch des Descabezado Grande.
Im Westen reichen die Gipfel der Anden bis auf eine Höhe von 4000 Metern, die Stadt selber liegt auf 1400 Metern Höhe. Die Stadt liegt in einer bewässerten Oase, wichtiges Produkt sind Saatkartoffeln. In der Umgebung werden Ziegen aufgezogen. Die Bodenschätze Malargües werden schon lange ausgebeutet: Erdgas, Erdöl (bis 1995) und Uran. Eine wesentliche Einkommensquelle ist der Tourismus: im Umland gibt es verschiedenartige Naturschutzgebiete, in Los Molles heiße Quellen und in Las Leñas ein bekanntes Wintersportzentrum. Dafür wurde sogar ein internationaler Flugplatz gebaut. Paläontologen werden oft fündig, Saurier eher selten, Ammoniten an vielen Stellen.
Malargüe ist der erste (südliche) Standort des Pierre-Auger-Observatoriums zur Erforschung hoch-energetischer kosmischer Strahlung. (...)
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