Hafenviertel mit italienischem Flair und bunten Häusern
Das Hafenviertel südlich von San Telmo am Fluss Riachuelo hat sich seit den Zwanzigerjahren des 20. Jhs. nicht wesentlich verändert. La Boca war das Armenviertel der Großstadt. Hier fanden italienische Fischer, Basken, Kroaten und Galicier Arbeit an den Docks. Geld gab es kaum, zum Hausbau benutzte man Wellblech und Holzlatten. Oft wurden die Hafenarbeiter in Naturalien bezahlt, dazu gehörten auch die Reste von Schiffslack. So erklärt sich die pittoreske Bemalung der Behausungen. Auch heute noch werden sie von den Hafenarbeitern bewohnt. Besonders gut erhalten sind die verschachtelten Häuschen am Caminito, der Gasse zwischen den Straßen Magallanes und Del Valle Iberlucea.
Neben einem Kunstgewerbemarkt ist auch das Museo de Bellas Artes de la Boca (Di-So 10-18 Uhr Eintritt 3 Pesos Pedro de Mendoza 1835) sehenswert, in dem u. a. Werke des Malers Benito Quinquela Martín (1890-1977) ausgestellt werden, die das Arbeiterleben in La Boca porträtieren. Im zeitgenössischen Gegensatz zu diesem historischen Blick stehen die Ausstellungen in der Fundación Proa (Di-So 11-19 Uhr Eintritt 3 Pesos Pedro de Mendoza 1929 http://www.proa.org), von deren Terrasse aus man einen guten Ausblick auf den Riachuelo hat. Im jüngst erweiterten Bau wurde eine große Ausstellung des französischen Künstlers Marcel Duchamp eingeweiht.
Zum Stadtteilbild gehört auch La Bombonera, das Stadion des populärsten Fußballclubs Argentiniens, der Boca Juniors, mit seinem eigenen Museo de la Pasión Boquense (tgl. 10-18 Uhr Eintritt 10 Pesos, einschl. Stadionbesuch 22 Pesos Brandsen 805
Die besten Lokale in La Boca finden Sie an der Uferstraße Pedro de Mendoza und in deren Umgebung. Il Matterello (Martín Rodríguez 517 €) und Don Carlos (Brandsen 699 €) bewahren das typisch italienische Hafenflair mit guter Pasta- und Meeresfrüchteküche.




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