Plaza de Armas: Auf dem Platz von Cajamarca starb Atahualpa
Die schöne Kolonialstadt (130000 Ew.), Hauptstadt des gleichnamigen Departments, liegt in ländlicher Abgeschiedenheit auf einer 2750 m hohen, sonnigen Andenterrasse. Besucher zieht es nicht nur hierher, um durch die engen Straßen zu schlendern, die alten Kolonialhäuser und den eigenwilligen Mestizenstil der Kirchen zu bewundern und auf der heute hübsch begrünten Plaza de Armas mit dem 350 Jahre alten Brunnen der dramatischen Hinrichtung des letzten Inkaherrschers Atahualpa zu gedenken. Hier starten auch die Ausflüge über den Andenkamm zu den geheimnisvollen »Nebelmenschen« von Chachapoya in Amazonien.
Cajamarca ist ein uralter Siedlungsraum. Früh kamen Siedler aus Chavín und später von der Küste (Chimú), die ihre Spuren vor allem im so genannten Cajamarca-Keramikstil hinterließen. Ihre Toten begruben sie vor 1400 Jahren in fensterförmigen Felsnischen. An der Küste zwangen die Inka den Chimú ihre Kultur und ihre Sprache auf - bis die Spanier die Bildfläche betraten und ihrerseits die Herrschaft an sich rissen. Aus der Inkazeit blieb in Cajamarca die ehemalige Gefängniszelle von Atahualpa (Cuarto del Rescarte) nahe der Plaza de Armas erhalten. Und auf dem Cerro Santa Apolonia ist mit dem »Thron des Inka« (Silla del Inca) noch jener Platz erhalten, an dem Atahualpa die Tributleistungen seiner Untertanen entgegengenommen haben soll.




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