Das pulsierende, kleine Zentrum mit seinen oft von Autos verstopften Straßen, zahlreichen kleinen Hotels, Imbissstuben und Spielhallen lässt es schon erahnen: Chiclayo, das 770 km nördlich von Lima an der Panamericana liegt, ist eine Arbeiter- und Handelsstadt, in die sich kaum ein Tourist verirren würde, läge sie nicht in einer Region, die viele archäologische Sehenswürdigkeiten bietet. Das Bild der erst 1720 gegründeten Stadt ist ohne architektonischen Reiz, aber es gibt gepflegte Randbezirke wie die Urbanización Sta. Victoria mit ihrem netten kleinen Paseo de las Musas (Park der Musen). In der Hauptstadt des Departments Lambayeque leben heute rund 800000 Einwohner. Ihren Aufschwung verdankt sie einer expandierenden Agrarwirtschaft (Zuckerrohr, Bananen, Reis, Baumwolle) und der Nähe zu Ecuador, die sie zu einem wichtigen Brückenkopf im Handel zwischen den Ländern macht.
Die eigentliche Attraktion ist die Umgebung: die Pyramiden von Túcume, das großartige neue Museo Tumbas Reales de Sipán in Lambayeque oder das futuristische Museo Nacional Sicán; archäologisch Interessierte werden aus dem Staunen nicht herauskommen. Wer sich nach Abwechslung von Ruinen und Gräbern sehnt, kann am Strand von Pimentel (11 km südlich von Chiclayo) die Weite des Pazifiks genießen und ein Bad in den Wellen nehmen.
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