Die größte archäologische Stätte des Kontinents im Wüstensand von Trujillo
Das Ruinenfeld der Chimú-Hauptstadt schließt nördlich an das Stadtgebiet Trujillos an (Ausfahrt Huanchaco). Mit 20 km² ist die im 15. Jh. von den Inka unterworfene Stadt die größte archäologische Stätte des Kontinents. Im 12. und 13. Jh. bewohnten vermutlich 100 000 Menschen die insgesamt zehn ciudadelas (Stadtviertel): Fischer, Bauern, Handwerker, Kaufleute, Krieger, Priester und die Familien der Führungselite. Zurzeit ist nur die Ciudadela Tschudi zugänglich (nach dem Schweizer Forscher Johann Jakob von Tschudi, 1818-89, benannt). Im Innern wirkt sie mit ihren hohen Mauern und langen Gängen, die zu Gebetsräumen, Wohnbereichen oder Vorratsspeichern führen, wie ein Labyrinth. Alle Gebäude sind aus Adobe erbaut. Im Museo del Sitio ist die Bauweise erläutert. Ein kompliziertes Bewässerungssystem sicherte die Feldwirtschaft (tgl. 9-17 Uhr, Eintritt 11 S/.). Die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Huaca Arco Iris (5 km nördlich von Trujillo). Der restaurierte Tempel der Chimú verdankt den Namen »Regenbogentempel« den Motiven an seinen Wänden.

