Amr ibn al-As (;† 664 in Ägypten) war ein bedeutender arabischer Feldherr und Politiker, der Ägypten für die Muslime eroberte.
Amr ibn al-As entstammte einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie aus Mekka, die dem Stamm der Quraish angehörte. Sein Vater gehörte zu den Gegnern des Propheten. Nach seinem Übertritt zum Islam im achten Jahr nach der Hedschra gewann er Stämme in Nordarabien für den neuen Glauben. In der Folgezeit begann er mit der Eroberung von Palästina und besiegte mit Chalid ibn al-Walid 634 die Byzantiner bei Adschnadain.
639 griff Amr mit 4.000 Mann im Auftrag des zweiten Kalifen Umar ibn al-Chattab das byzantinische Ägypten an. Nach der Eroberung der Festung Pelusium und dem Sieg bei Heliopolis über 18.000 Byzantiner ergab sich das Land den Eroberern. Nur in Alexandria konnten sich die Byzantiner behaupten. Erst nachdem 642 den Christen unter dem koptischen Patriarchen von Alexandria die Glaubensfreiheit zugesichert worden war, kam die Stadt unter die Kontrolle der Muslime.
Als Statthalter von Ägypten residierte Amr in Fustat, einer neu gegründeten Lagerstadt, die die Vorgängerin von Kairo werden sollte. Er ordnete in den eroberten Gebieten sehr geschickt die Regierungsverhältnisse und trug in außerordentlicher Weise dazu bei, die unterworfenen Völkerschaften dem Islam gefügig zu machen. Er ließ die Amr-Moschee in Fustat errichten und den Kanal zwischen Nil und dem Roten Meer wieder instandsetzen, um die Versorgung Arabiens mit ägyptischem Getreide sicherzustellen. (...)
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