Was für eine Region!
Morgens auf den Berg steigen, am Nachmittag im See schwimmen und abends ein Konzert besuchen: Im Salzburger Land und im Salzkammergut ist das leicht an einem Tag zu schaffen. Seen verstecken sich selbst dort, wo man sie nicht vermutet, und Berge prägen beinahe die gesamte Region. Schließlich sind sie selbst im flachsten Teil noch über 800 m hoch. Bei der Musik geben die Salzburger Festspiele den Ton an, und Mozartist in der barocken Landeshauptstadt allgegenwärtig. Aber auch auf dem Land ist nicht alles Blasmusik. Zum Essen gehen die einen ins Feinschmeckerrestaurant, die anderen ins nächste Wirtshaus - und alle fühlen sich wie im siebten Himmel.
Es ist das unnachahmliche Zusammenspiel von Natur und Kultur, das den besonderen Reiz des Salzburger Landes und des Salzkammerguts ausmacht. Die gesamte Region ist ein Urlaubsland für jede Jahreszeit.
Im Sommer laden die Berge zum Wandern und Klettern ein, die Seen zum Baden, Surfen und Segeln. In der Stadt Salzburg trifft sich während des Sommers alles, was in der Musik- und Theaterwelt Rang und Namen hat. Sechs Wochen blickt die ganze Welt auf die Mozartstadt und ihre Festspiele: Der rote Teppich wird ausgerollt, die Champagnergläser werden poliert und die Stars und Sternchen warten auf ihren großen Auftritt. Vor den Aufführungen versammeln sich Schaulustige im Festspielbezirk, um große Roben, hektische Paparazzi und illustre Gäste live mitzuverfolgen. Im Herbst geht es mit dem Jazz-Herbst weiter, und die Jahreszeit lädt dazu ein, im Umland aktiv zu werden - Rad fahren, Nordic Walking oder Wandern entlang der Flüsse, Bäche und Seen. Während des „Bauernherbstes“, an dem sich viele Gemeinden beteiligen, steht jedes Jahr ein Thema des ländlichen Lebens im Mittelpunkt. Dann öffnen sich die Tore zu den Bauernhöfen, die Besucher können verkosten und kaufen.
Wenn im Winter der Schnee die Landschaft bedeckt, verführen die Pisten zum Skifahren und Snowboarden - die großen Skiregionen sind in kurzer Zeit mit Auto oder Zug erreichbar. In Altenmarkt-Zauchensee, der Europa-Sportregion Zell am See-Kaprun und Saalbach-Hinterglemm ist das Après-Ski mindestens so verlockend wie die rasante Fahrt mit dem Snowboard. Wo im Sommer gesurft und geplanscht wird, ziehen im Winter die Langläufer ihre Spuren und versuchen sich Eisläufer an waghalsigen Pirouetten. Wer es bequem mag, lässt sich gut eingepackt auf dem Pferdeschlitten durch die Landschaft ziehen. Im Frühjahr sind die klimatischen Unterschiede zwischen dem „Land Inner Gebirg“ - Pinzgau, Pongau und Lungau - und der Gegend um Salzburg mit dem Flachgau besonders deutlich zu spüren. Wenn hier schon die Blumen blühen, reicht dort der Schnee noch bis in die Tallagen. Zwischen dem Seenland im Flachgau und den höchsten Bergen in den Hohen Tauern liegen schließlich über 3000 Höhenmeter.
Das Salzburger Land war schon immer reich an Schätzen: Salz, Edelmetalle und Marmor haben Siedler angelockt. Unter Kelten, Römern und auch Bajuwaren erlebte die Region eine kulturelle Blüte. Die Klostergründungen seit dem späten 6. Jh. legten die Basis für ein Bundesland, das heute jedes Jahr viele Millionen Besucher anzieht. „Anziehend“ ist auch das, was die Bundeshauptstadt bietet. Ein Bummel durch die Getreidegasse lässt die Herzen von Fashion Victims höher schlagen. Hier finden sie Luxuslabels neben Modeketten und Toprestaurants neben Geschäften, die traditionelles Handwerk anbieten, das es sonst nur schwer zu finden gibt. Eine Auszeit vom Sehen und Gesehenwerden können Sie sich in einem der zahlreichen Straßencafés bei selbst gebackenen Törtchen nehmen. Mit ihren weiträumigen Plätzen, edlen Palais (allen voran die erzbischöfliche Residenz samt Nebengebäude), dem imposanten Dom und den engen mittelalterlichen Gässchen verströmt die Stadt ein beinahe italienisches Flair.
Salzburg war viele Jahrhunderte lang - von der Mitte des 14. bis zum Anfang des 19. Jhs - ein kirchlicher Fürstenstaat mit entsprechendem kulturellen Status. Als sich die Epoche des Fürsterzbistums bereits ihrem Ende zuneigte, wurde 1756 Salzburgs berühmtester Sohn geboren: Wolfgang Amadeus Mozart. Weil er sich den Vorstellungen des Landesherrn widersetzte, wurde er aus Salzburg vertrieben und ging nach Wien. Damals konnte niemand ahnen, welche Bedeutung dieses Jahrtausendgenie für Salzburg noch haben sollte. Auch ihm zu Ehren wurden 1918 die Festspiele gegründet - ein weiteres bedeutendes Kapitel in der Biografie Salzburgs.
„Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein...“, so heißt es bei Ralph Benatzky im „Weißen Rössl am Wolfgangsee“, einer der am meisten gespielten Operetten. Er hat Recht, auch wenn er damit nur einen Bruchteil des besonderen Charmes des Salzkammerguts beschreibt. Die Region erstreckt sich über die drei Bundesländer Oberösterreich (72 Prozent), Steiermark (16 Prozent) und Salzburg (12 Prozent). Wirtschaftliche Interessen der Habsburger an den Salzvorkommen führten schon im 14. Jh. zur Gründung eines eigenen Salzwirtschaftsstaates mit Gmunden als Verwaltungszentrale. Im 19. Jh., als die Heilkraft der Sole entdeckt wurde, entwickelten sich rasch Kurorte. Bad Ischl ist zu einem der wichtigsten geworden, nicht zuletzt, weil Kaiser Franz Joseph hier mehr als 60 Jahre zur Sommerfrische herkam.
Das Kuren im herkömmlichen Sinne ist längst in den Hintergrund geraten. Denn spätestens seit man um die heilende Wirkung des Gebirgsklimas auf den menschlichen Organismus weiß, werden die Berge als riesengroßes Freiluftsanatorium wahrgenommen. Um schädliche Einflüsse weitgehend fernzuhalten, wurde der Nationalpark Hohe Tauern gegründet. Auch in den anderen Gebirgsregionen wird großer Wert auf den Schutz der Umwelt gelegt, von der starken Gewichtung ökologischen Wirtschaftens bis zum naturnahen Bauen der Häuser.
Das Land Salzburg nimmt innerhalb der neun österreichischen Bundesländer nach wie vor eine Sonderstellung ein. In Salzburg sind die Anfänge der alternativen und später der „grünen“ österreichischen Stadtpolitik zu finden. Das Land Salzburg ist außerdem das einzige österreichische Bundesland, in dem der Tierschutz in der Landesverfassung verankert ist. Eingeteilt wird die Region in fünf politische Bezirke - Pinzgau, Pongau, Lungau, Tennengau, Flachgau -, zusammen mit der Stadt Salzburg gibt es insgesamt sechs Verwaltungseinheiten. Auf einer Fläche von 7154 km² - etwa acht Prozent des österreichischen Staatsgebietes - leben 530000 Einwohner, davon zwei Drittel auf dem Land und ein Drittel in der Stadt. Nach wie vor sind rund 80 Prozent der Bevölkerung Mitglieder der katholischen Kirche. Der Anteil der Protestanten ist mit 3,5 Prozent verschwindend gering.
Salzburg zählte schon in der Monarchie zu den industrieärmsten Regionen. Waren bis nach dem Ersten Weltkrieg mehr als 50 Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig, sind es heute nur noch sechs Prozent. Der Tourismus hat sich zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor entwickelt. Mehr als 5,6 Mio. Gäste kommen jährlich ins Land, vor allem der Tagestourismus spielt in Salzburg eine bedeutende Rolle. Deutsche, Österreicher und Italiener reisen besonders gern ins Salzkammergut. Sie finden hier Restaurants, in denen einige der besten Köche Österreichs am Herd stehen, und Hotels, die zu den schönsten des Landes zählen....

