Tel Aviv ist die jüngste aller Weltstädte. Obwohl es heutzutage auch die antike Hafenstadt Jaffa umfasst, wurde Tel Aviv selbst erst 1909 von jüdischen Einwanderern gegründet. Während Jerusalem, älter und konservativer, der politische und religiöse Sitz des Landes ist, gilt Tel Aviv als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Israels. Die Stadt, die sich entlang der Mittelmeerküste ausdehnt, wurde von Anfang an sehr modern gestaltet: in den dreißiger Jahren haben einige internationale Architekten (davon viele aus der Bauhaus Bewegung) die Stadt aufgebaut. Erst vor kurzem schlichen sich mehrere Wolkenkratzer ins Stadtbild: etwa der Moshe Aviv Tower und der Shalom Meir Tower. Diese neuen Bauten beherbergen viele der Unternehmen, die mit dem Boom der Technologie-Stadt in Verbindung stehen. Tel Aviv besteht jedoch keineswegs nur aus Arbeit und Wirtschaft: Die Stadt ist für sein aktives Nachtleben bekannt, besonders die großen Klubs Haoman 17 und Dome, wo elektronische Musik die Nacht beschallt.
Autofahren in Israel macht Spaß: Die Straßen sind gut ausgebaut, das Straßennetz ist sehr dicht. Es bestehen Anschnallpflicht und Tempolimits (50 km/h in Ortschaften, 80 km/h auf Landstraßen, 90 km/h auf Autobahnen). Promillegrenze 0,0. Die Straßen- und Hinweisschilder sind im Allgemeinen dreisprachig (hebräisch, arabisch, englisch). Anhalten ist an den blau-weißen Bordsteinmarkierungen erlaubt, an den rot-weißen verboten, an den gelb-roten wird sofort abgeschleppt Pannen- und Abschleppdienst leistet der israelische Automobilclub MEMSI | Zentrale: Memsi House | Harakevit St. 20 | Tel Aviv | Tel. 03/5641111 |
In Israel bezahlt man mit Schekel, amtlicher Name: „New Israeli Shequel“ (NIS). Ein Schekel ist unterteilt in 100 Agorot. Der Wechselkurs zum Euro hängt von dem des US-$ zum Euro ab; Gleiches gilt für den Kurs des Schweizer Franken (April 2009: 1 CHF = 3,68 NIS). Geld wechseln können Sie bei Banken, in Hotels, Postämtern (günstig) oder Geldwechselstuben, z.B. am Damaskustor in Jerusalem (besonders günstig). Die Banken sind Sa-Do 8.30-12.30 u. 16-17.30, Fr 8.30-12 Uhr geöffnet. NIS-Rücktausch ist bei der Ausreise bis zu 500 US-$ ohne Formalitäten in der Abflughalle möglich. Kreditkarten werden überall akzeptiert, mit EC-Karten (Maestro) kann man Schekel am Bankautomaten ziehen.
Die medizinische Versorgung ist hervorragend. Alle Ärzte sprechen Englisch. Rechnungen sind von Ausländern sofort bar oder per Kreditkarte zu bezahlen, deshalb ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung zu empfehlen.
Mietwagen sind nicht sehr teuer (ab 40 US-$ pro Tag). Reservierungen sind sicherer und oft noch billiger. Alle internationalen Anbieter unterhalten Niederlassungen am Ben-Gurion-Flughafen, erheben dort aber 25 US-$ zusätzlich als (einmalige) Airport-Tax. Der nationale oder internationale Führerschein (mindestens 12 Monate alt), Pass und Kreditkarte (als Kaution) sind erforderlich, der Mieter muss über 21 Jahre alt sein.
Im Preis aller in Israel erworbenen Waren sind 17 Prozent Mehrwertsteuer enthalten. Diese wird Touristen bei der Ausreise am Flughafen nach einer Ausfuhrbestätigung gegen Vorlage der Rechnung an einem Schalter der Bank Leumi erstattet, wenn der Warenwert höher als 50 US-$ ist (Gebühren: 5 US-$, ab 100 US-$ 8 US-$).
Israels Klima variiert erheblich von Region zu Region, es reicht von gemäßigt bis tropisch. Nur sind die Sommer lang und wolkenlos. An der Mittelmeerküste sind die Winter mild, aber im Januar kann in Jerusalem schon mal Schnee liegen, auf dem Berg Hermon immer. In der Jordansenke und am Toten Meer sind die Sommer heiß und trocken, die Monate Oktober bis März frühlingshaft. Im Negev herrschen das ganze Jahr über halbtrockene Verhältnisse.
Die angenehmste Reisezeit ist das Frühjahr, genauer: März bis Mai. Dann ist das Land grün, vieles blüht, Baden ist schon möglich, die Tagestemperaturen erreichen 25 Grad.
Taxis sind in Israel günstiger als in Deutschland. Städtische Taxis haben Taxameter, deren Gebrauch Pflicht ist. Schlägt der Fahrer vor, diesen auszuschalten, ist es meist nicht zu Ihrem Vorteil. Trinkgeld wird angenommen. Überlandstrecken haben feste Tarife, die Fahrer besitzen Preislisten, die Sie einsehen können - z.B. kostet eine Fahrt von Tel Aviv zum Ben-Gurion-Flughafen 70-100 NIS.
Sherut-Taxis verkehren als zusätzliche Transportmittel innerhalb und zwischen den wichtigsten Städten. Diese Taxis fahren erst los, wenn genügend Fahrgäste Platz genommen haben. Bei Überlandstrecken fahren sie von den zentralen Busbahnhöfen ab, in Jerusalem nahe dem Zionplatz. Eine Fahrt von Tel Aviv zum Ben-Gurion-Flughafen kostet z.B. ca. 30 NIS.
Für öffentliche Fernsprecher benötigen Sie Telefonkarten. Durch eine Zahl, die man bei Auslandsgesprächen an Stelle der zweiten Null wählt, bestimmt man die Gesellschaft: Zurzeit telefonieren Sie nach Europa günstig mit den Vorwahlen 013 oder 014 (1 Min. ca. 5 NIS).
Ausländische Handys funktionieren im ganzen Land, aber die Roaminggebühren der israelischen Telefongesellschaften sind sehr hoch. Prepaid-Karten wie die von GlobalSim (http://www.globalsim.net) oder Globilo (http://www.globilo.de) sind zwar teuer, ersparen Ihnen aber alle Roaming-Gebühren. Und: Sie bekommen schon zu Hause Ihre neue Nummer. Immer günstig sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: noch im Heimatland abschalten! Ländervorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Israel 00972
MEZ plus 1 Stunde. Auch in Israel gibt es eine Sommerzeit, allerdings wechselt diese entsprechend dem jüdischen Kalender. http://www.zeitzonen.de/israel.html
Nach Israel dürfen Sie mitbringen: Geschenke bis zu einem Wert von 250 Euro, 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen, 10 Filme. Fleisch, Früchte und Waffen sind verboten. Aus Israel können Sie in die EU zollfrei einführen z.B. 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen, 50 g Parfum und Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro. Für die Schweiz gelten geringere Freimengen. http://www.zoll.de