Kein Eremitenrreich mehr, Südkorea schliesst sich der Party an
Verbringt man einen Nachmittag in einem der zahlreichen Nationalparks von Südkorea, so wird man wahrscheinlich die ernuechternde Erfahrung erleben, von jemandes Großmutter überholt zu werden. Doch das Selbstwertgefühl sollte das nicht stoeren. Schliesslich besuchen Koreaner ihre tollen Parks wie andere Einkaufszentren -regelmäßig und mit der ganzen Familie im Schlepptau. Diesen Brauch sollte man sich auch zu eigen machen, denn die spektakuläre Landschaft kann einem leicht die Sprache verschlagen. Die Lebensmittelverkäufer auf der Strecke, die Reiskuchen mit scharfer Soße und heißen Pfannkuchen Fruehlingszwiebel anbieten, werden stets eine grosse Versuchung sein. Korea ist reich an atemberaubenden, antiken Palästen und versteckten Kloestern, alle mit farbenprächtigen, detailreichen Schnitzereien versehen - dem klassischen Erkennunszeichen koreanischer Kunst. Die Städte haben ihre eigenen Attraktionen, mit belebten Marktplätzen, anregenden Museen und sogar Vergnügungsparks in Hallen. Stadtnächte verbringt man mit Soju und pikanten Imbissen, während man die örtliche Fußballmannschaft übermütig anfeuert oder sich mit den Bewohnern in beliebten Freizeitaktivitaeten misst - wie Karatehacken eines Plastikziegelstapels, oder noch schlimmer, Karaoke. Dieses abgeschottete Reich haelt seine Tore weit offen für alle, die seinen Vergnügungen folgen wollen. Alle, die ausgekocht genug sind um durchzureisen, werden reich belohnt.


