Bahn & Bus
Das Eisenbahnnetz wurde in den letzten Jahrzehnten auf ein Kernnetz mit Dublin im Zentrum reduziert. Auf vergleichbaren Strecken sind die Züge etwa doppelt so schnell, aber auch deutlich teurer als Busse, und meist fahren nur wenige Züge; Taktverkehr ist unbekannt.
-Iarnród Éireann (Irish Rail, http://www.irishrail.ie/)
Das Netz der Buslinien von Bus Éireann ist deutlich dichter als das der Bahn, und Busse fahren auf bedeutenden Strecken teilweise stündlich.
Wenn man viel mit dem Bus unterwegs sein will, lohnt sich möglicherweise eins der Pass-Angebote:
-Irish Rambler nur Bus, nur in der Republik
-Irish Rover nur Bus, auch in Nordirland (Ulsterbus)
-Irish Explorer Bus + Bahn, nur in der Republik
-Emerald Card Bus + Bahn, auch in Nordirland
Nähere Informationen, Geltungsdauer, Preise gibt es bei
Bus Éireann.
Trampen
Trampen funktioniert in Irland sehr gut. Da Irland nur wenige Autobahnen besitzt, ist es schwierig, größere Distanzen ausserhalb der Hauptverkehrsstrecken schnell zurückzulegen. Trotzdem ist es möglich, an einem Tag von einer Küste zur gegenüberliegenden zu gelangen. Aufgrund der teilweise sehr schlechten Busanbindungen ist das Trampen auch bei Einheimischen sehr verbreitet und wird entsprechend als normal angesehen.
Auto
In Irland herrscht Linksverkehr, das heißt in Kreisverkehren im Uhrzeigersinn fahren. Auf den Straßen kommt man im Vergleich zu Deutschland eher langsam voran, da sie oft sehr schmal, von Hecken/Mauern begrenzt und kurvig sind.
Autobahnen gibt es nur im Großraum Dublin. Auf National Roads (N...) kommt man jedoch meistens gut voran, die Regional Roads (Regionalstraßen) sind meistens auch recht gut zu befahren. Die Qualität der Straßen ist allerdings nicht mit der in Mitteleuropa vergleichbar, es gibt viele Straßen mit dürftigem Belag und Schlaglöchern.
Die Anstrengungen der irischen Regierung, an dieser Situation etwas zu verbessern, sind allerdings allerorten sichtbar: es wird viel gebaut, und das Straßennetz wird kontinuierlich erweitert und verbessert.
Auch die Beschilderung ist vor allem auf dem Land zum Teil spärlich, daher gute Karten einpacken. Obwohl Straßen seit langem als National- ("N") oder Regionalstraßen ("R") klassifiziert sind, findet man auf vielen Schildern noch alte Trunk- ("T") und Link-Nummern ("L"); die beiden Nummernsysteme haben nichts miteinander zu tun. Verwirrend sind oft auch die Entfernungsangaben, die je nach Region und Alter des Schildes in Meilen (Angabe meist ohne Einheit) oder in Kilometern (Angabe mit "km") gemacht werden. Das kann sich zum Teil munter abwechseln -- manchmal wurde bei der Umstellung von Meilen auf km einfach 1:1 umgerechnet.
Autovermietungen
... gibt es in der Regel an Flughäfen. Dort sind auch die großen internationalen Vermieter anzutreffen: Hertz, Avis, etc. Mietpreise sind mit denen in Deutschland vergleichbar, in der Regel allerdings ein bisschen teurer. Wenn man über Internet bucht, bekommt man günstigere Konditionen. Bei einer Buchung vor Ort lohnt es sich, die Preise der einzelnen Anbieter zu vergleichen und vor allem zu feilschen. Dabei sind Nachlässe von mehr als EUR 100,- möglich. Empfehlenswert ist es, die Buchungen von Deutschland aus über deutsche Anbieter zu machen, da das im Regelfall günstiger ist als vor Ort. Eine Kreditkarte ist bei den meisten Anbietern erforderlich.
Ein paar Worte für Führerscheinneulinge: Im Schnitt ist ein Mindestalter von 25 Jahren erforderlich, um einen PKW (B-Führerschein) lenken zu dürfen. Bei manchen Firmen können auch 24- oder sogar 21-jährige ein Fahrzeug mit dem B-Führerschein lenken; diese müssen aber mit einer sogenannten insurance surcharge (ein spezielle Versicherung, nicht bei Irish-Net) rechnen, die pro Tag bezahlt werden muss und bis zu 25 € geht.
Verkehrsregeln
Die Vorfahrt ist meist eindeutig ausgeschildert, bei gleichberechtigten Straßen hat in der Regel der von rechts kommende Vorfahrt. Seit Januar 2005 gilt das metrische System in der Republik Irland, d.h., Entfernungsangaben und Geschwindigkeiten werden in km oder km/h angegeben. Die Verkehrsregeln werden von der irischen Bevölkerung allerdings sehr freizügig interpretiert, weswegen sich ein sehr defensives Fahrverhalten empfiehlt.
Erlaubte Geschwindigkeiten (Republik Irland):
-innerorts 50 km/h
-außerorts (R-Straßen, lokale Straßen) 80 km/h
-außerorts (N-Straßen) 100 km/h
-Autobahn 120 km/h
Erlaubte Geschwindigkeiten (Nordirland):
-innerorts 30 mph (48 km/h)
-auf Ausfallstraßen 40 mph (64 km/h)
-außerorts 60 mph (96 km/h)
-auf Autobahnen/Straßen mit getrennten Fahrbahnen 70 mph (112 km/h)
Halten/Parken:
-gelbe Doppellinie = Halteverbot
-eine gelbe Linie = Parkverbot
-gelbe Striche = Parkverbot zu bestimmten Zeiten
Beschilderung und Verkehr:
Verkehrsschilder sind auf Englisch und Irisch, wobei vor allem auf dem Land die englische Bezeichnung von Anrainern/Kindern übermalt wird. Auch sind einige Entfernungsangaben einmal in km, dann wieder in Meilen ausgeschildert.